Menschen ein offenes Ohr bieten

Die Vereins-Vorsitzenden Sabrina Becker und Philipp Müller vor den Wandlungsräumen Winterberg.
Die Vereins-Vorsitzenden Sabrina Becker und Philipp Müller vor den Wandlungsräumen Winterberg.
Foto: Ralf Hermann
Was wir bereits wissen
Kipepeo? Nie gehört, werden wohl viele sagen. Kein Wunder, ist der Begriff doch aus der afrikanischen Bantusprache Suaheli und bedeutet Schmetterling. Sabrina Becker aus Winterberg verbindet damit Lebenslust, Fröhlichkeit und irgendwie auch ihr Bild von einer bunten, friedlichen Welt. Deshalb hat sie gemeinsam mit Philipp Müller die Idee entwickelt, einen Verein zu gründen.

Winterberg..  Kipepeo? Nie gehört, werden wohl viele sagen. Kein Wunder, ist der Begriff doch aus der afrikanischen Bantusprache Suaheli und bedeutet Schmetterling. Sabrina Becker aus Winterberg verbindet damit Lebenslust, Fröhlichkeit und irgendwie auch ihr Bild von einer bunten, friedlichen Welt. Deshalb hat sie gemeinsam mit Philipp Müller die Idee entwickelt, einen Verein zu gründen.

Registereintrag fehlt noch

Vereins-Ziel ist die Förderung der sozialen Integration von hilfsbedürftigen Menschen sowie die Aufklärung in Bezug auf nachhaltiges Konsumverhalten. Besonders am Herzen liegen dem Duo und dem Verein die Integration von Flüchtlingen. Letztlich soll ein soziales Netzwerk aus Vereins-Mitgliedern und -Nichtmitgliedern entstehen mit einem reichhaltigen Schatz an individuellen Erfahrungen, aus dem bei Sorgen und Nöten geschöpft und in dem ein oder anderen Fall auch wertvolle Hilfestellung gegeben werden kann. Fachspezifische oder therapeutische Begleitung steht aber nicht auf der Agenda.

Eigentlich geht es darum, ein offenes Ohr zu bieten. „Dabei ist es unerheblich, welcher Herkunft die Menschen sind und welchen sozialen Status sie haben“, sagen Sabrina Becker, die im Hapimag-Ferienresort arbeitet, und Philipp Müller, der Umwelt-Ingenieur bei Conti in Korbach ist.

Noch ist der Verein in der Gründungsphase. In Kürze soll der Eintrag ins Vereinsregister erfolgen, dann wird aus Kipepeo ein offizieller Verein. Samstag hat sich der Verein in spe schon der Öffentlichkeit vorgestellt beim „Tag der offenen Tür“ in den „Wandlungsräumen Winterberg“. Die Resonanz war sehr gut, viele bekundeten Interesse an einer Vereins-Mitgliedschaft.

Ganz konkret steht jetzt die Unterstützung der Willkommens-Kultur in Winterberg auf dem Plan. Heißt, die Integration der Flüchtlinge, die im Stadtgebiet Winterberg leben. Kontakte und Berührungspunkte sind über die ersten beiden „Runden Tische“ zur Integration der Flüchtlinge entstanden. Daran anknüpfend will sich der künftige Verein aktiv in diesen Prozess einschalten und unter anderem in seinem Raum in der Hellen-straße auch Anlauf- und Begegnungsstätte werden.

Tiefgreifende Erfahrung

Auf die Idee, diesen Verein zu gründen, ist Sabrina Becker aufgrund einer persönlichen, tiefgreifenden Erfahrung gekommen. Ein schwerer Krankheitsfall in der Familie und die damit verbundenen Herausforderungen haben bei ihr den Wunsch ausgelöst, Menschen in ähnlichen oder auch völlig anderen Lebenssituationen eine Anlaufstelle zu bieten. „Oft steht man einfach vor einem Berg von Aufgaben und weiß nicht weiter. Diese Erfahrung habe ich gemacht. Da ist es eine Erleichterung, wenn man weiß, da sind Menschen, mit denen ich mal offen reden kann“, sagt Sabrina Becker.

Mit Philipp Müller, der den Vereins-Vorsitz übernommen hat, und weiteren fünf Vereinsmitgliedern soll mit dem Eintrag ins Vereinsregister der Anfang für ein nachhaltiges Projekt gemacht werden. Das Team hofft darauf, dass sich noch weitere Winterberger Kipepeo anschließen, um ein möglichst breites soziales Netzwerk zu bilden. „Die Menschen sollen wissen, dass sie hier willkommen sind.“