Mehr Kenntnisse in Führung und Finanzen

Lukas Schreckenberg, Brilon, Betriebswirt HWO
Lukas Schreckenberg, Brilon, Betriebswirt HWO
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Lukas Schreckenberg aus Brilon ist Betriebswirt nach Handwerksordnung.Er ist einer der ersten, die den Vollzeitkurs der Handwerkskammer absolviert haben.

Brilon/Arnsberg..  Ausbildung, Meister, Betriebswirt – gradliniger und zielorientierter kann ein Karriereweg kaum sein. Noch dazu, wenn man erst 25 Jahre jung ist. Die Rede ist von Lukas Schreckenberg, Maler- und Lackierermeister aus Brilon und frisch gebackener Betriebswirt nach Handwerksordnung.

Der 25-Jährige gehört zu den ersten, die den Vollzeitkurs nach seiner Verjüngungskur absolviert haben. Noch mehr als bisher stehen jetzt Strategie und Problemlösung im Vordergrund. Damit kommt der Kurs jetzt mit erweiterten Inhalten, neuen Methoden wie handlungsorientiertem Lernen, und mehr Unterrichtsstunden daher.

„Ich möchte Führungsaufgaben wahrnehmen“, bringt Lukas Schreckenberg seine Motivation, sich zum Betriebswirt zu qualifizieren, auf den Punkt. In diese wird er in den nächsten Jahren hinwachsen und in der vierten Generation den 1928 in Brilon gegründeten Familienbetrieb übernehmen. Zwar ist ihm das Malerhandwerk in die Wiege gelegt worden, doch die Entscheidung für diesen Beruf fiel erst spät nach Abitur und Zivildienst. Heute ist der 25-Jährige, der eng mit seinem Vater zusammenarbeitet, sehr zufrieden mit diesem Weg.

Als zukünftiger Firmenchef ist es ihm wichtig, noch mehr Know-how in den Themen Betriebsführung und Finanzen zu bekommen als die Meisterprüfung fordert. „Hier geht der Betriebswirt viel mehr in die Tiefe, man diskutiert ganz anders.“ Auch die vielen situationsbezogenen Aufgabenstellungen seien hilfreicher gewesen, denn mal lerne anders, viel praxisorientierter. „Und das kann ich im eigenen Unternehmen gut einsetzen“, ist sich der Briloner sicher.

Handlungssicherheit erwerben

So habe er auf manche Dinge eine andere Sicht bekommen, betrachte diese nun kritischer und vielseitiger. Daher steht für ihn fest: „Wer heute in die Selbstständigkeit möchte oder bereits einen Betrieb im Hintergrund hat, für den ist die Qualifikation zum Betriebswirt ein Muss.“ Der Lehrgang sei von hoher Relevanz, um entsprechende Handlungssicherheit zu erwerben. „Und er trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei“, ergänzt Anna Lumme.

Letztlich kristallisiert sich im Gespräch noch ein anderer Punkt heraus: Beide möchten in ihrer Heimat bleiben, das Leben und Arbeiten vor Ort mitgestalten. Als junge Fachkräfte, die die Qualifizierungsmöglichkeiten erkannt und genutzt haben, die die Region bietet, leisten sie damit einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Südwestfalen.