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Beratung war Trumpf bei der interkommunalen Ausbildungsbörse im Gewerbegebiet Holtischer Weg.
Beratung war Trumpf bei der interkommunalen Ausbildungsbörse im Gewerbegebiet Holtischer Weg.
Foto: Sebastian Schröder
Was wir bereits wissen
Über 15 000 zufriedene Besucher, 100 heimische Aussteller sowie 28 Unternehmen und Institutionen bei der Ausbildungsbörse - die Medebacher Gewerbeschau im Gewerbegebiet Holtischer Weg war ein Erfolg. Und soll in vier Jahren wiederholt werden.

Medebach..  Über 15 000 zufriedene Besucher, 100 heimische Aussteller sowie 28 Unternehmen und Institutionen bei der Ausbildungsbörse - die Medebacher Gewerbeschau im Gewerbegebiet Holtischer Weg war ein Erfolg. Und soll in vier Jahren wiederholt werden.

„Hey was geht bei dir ab nach der Schule? – Keine Ahnung. Und bei Dir? – Hmm… noch keinen Plan“. Dies könnte ein möglicher Dialog zwischen Schülern am Wochenende gewesen sein. Umso wichtiger war für viele Jugendliche, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, ein Besuch bei der interkommunalen Ausbildungsbörse im Rahmen der Gewerbeschau.

Schnupper-Praktikum im Vorfeld

Ob Studium, kaufmännische Ausbildung oder Handwerks-Lehre: Die insgesamt 28 Unternehmen und Institutionen aus den Kommunen Hallenberg, Winterberg, Medebach und Bromskirchen hatten für jeden Schüler das passende Angebot. „Die Tendenz geht eindeutig immer mehr zu kaufmännischen Berufen“, berichtet Bianca Strecker von der Firma ante-holz aus Bromskirchen-Somplar. Und, es werde immer schwieriger, geeignete Kräfte zu finden. „Viele Bewerber machen vorher eine Art Schnupperpraktikum, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob ihnen der Job liegt“, erklärt die Personalreferentin weiter. Bei der Firma Borbet sieht es in Hesborn und Medebach ähnlich aus. „Die Luft am Bewerbermarkt wird eindeutig dünner. Vor 5 bis 10 Jahren war der Grundgedanke der Schüler erstmal eine Ausbildung zu machen. Heute wollen viele vorher studieren“, so Ralf Mause, Ausbildungsleiter im Bereich Elektrotechnik. „Auch deshalb nehmen wir gerne an den Ausbildungsbörsen teil, um den Jugendlichen zu zeigen, welche Berufe sie in unserem Unternehmen erlernen können.“

Sprung aus 70 Metern Höhe

Nach den vielen Informationen konnten sich die Jugendlichen und auch alle anderen zahlreichen Besucher vom bunten Rahmenprogramm berieseln lassen. Bungeesprünge aus luftigen 70 Metern Höhe oder Helikopter-Rundflüge über die Hansestadt waren, bei traumhaft sonnigem Wetter, wahre Publikumsmagneten. Für leuchtende Augen sorgten Janine Jaeggi und Martin Sasse alias „Stelzen-Art“ aus Bremen. Kostümiert als Ara-Papagei oder Flamingoreiter zogen sie vor allem die kleinsten Besucher in ihren Bann.

Und nicht nur für das Rahmenprogramm hatte sich der Medebacher Gewerbe- und Verkehrsverein einiges einfallen lassen. Die knapp 100 Aussteller aus der Kernstadt und den umliegenden Ortsteilen zeigten an den Ständen im gesamten Gewerbegebiet, was in ihnen steckt. „Qualität zahlt sich aus. Südwestfalen ist eine der wirtschaftsstärksten Regionen bundesweit. Mit dieser Gewerbeschau zeigt Medebach, dass es ein wichtiger Standort im Sauerland ist“, stellte MdB Patrick Sensburg fest. Auch Bürgermeister Thomas Grosche hob den Stellenwert der Veranstaltung heraus: „Die Gewerbeschau soll die gute Kooperation, die wir als Stadt mit unseren Unternehmen pflegen, widerspiegeln. Absolut wichtig ist allen Beteiligten hierbei die Kundennähe.“ Selbstgerösteter Kaffee aus der Hansestadt sowie andere kulinarische Hochgenüsse, Mode, handwerkliche Präzisionsarbeit und vieles mehr - die Unternehmen haben einiges zu bieten. „Die 15 000-Besucher-Marke von vor vier Jahren haben wir wohl dieses Mal überschritten“, schätzte Klaus Kniesburges. „Ich bin an jedem Stand gewesen. Keiner der Aussteller zieht ein langes Gesicht. Es ist super gelaufen“, freute sich der Vorsitzende des örtlichen Gewerbe- und Verkehrsvereins.

Wirtschaftsförderer zufrieden

Wirtschaftsförderer Frank Linnekugel war ebenfalls begeistert: „Die Gewerbeschau hat sich etabliert und die Kooperation bei Ausbildungsbörsen mit anderen Städten zeigt einmal mehr, dass wir auch hier überregional zusammenarbeiten sollten. Das Kirchturmdenken muss aufhören.“