Mehr Begleitung im Alltag erwünscht

Brilon..  Seit dem 1. Januar werden durch das neue Pflegestärkungsgesetz Hilfen für den Alltag und die Pflege zu Hause besser bezuschusst. Für Menschen mit einer Pflegestufe kann sich der Alltag jetzt leichter gestalten lassen. „Seitdem ist der Informationsbedarf groß“, sagt Monika Matuszak von der Caritas-Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung.

Befragung

Viele Fragen gehen telefonisch ein, noch mehr Antworten werden auf Informationsveranstaltungen gegeben. „Und auch wir haben nachgefragt, um genau zu wissen, was die Menschen mit einem Pflegebedarf brauchen, damit sie möglichst lange und möglichst glücklich und zufrieden zu Hause leben können“, betont Jutta Hillebrand-Morgenroth von der Caritas-Projektstelle Entwicklung und Koordination. Alle Patienten und ihre Angehörigen der ambulanten Angebote, wie die Sozialstationen und Tagespflege, wurden bereits Ende des vergangenen Jahres befragt.

Danach haben sich vier Bereiche besonders herauskristallisiert: „Mehr Begleitung und Hilfen im Alltag haben sich die Betroffenen am meisten gewünscht“, so Hillebrand-Morgenroth. Dazu gehören Hilfen im Haushalt, individuelle Betreuung zu Hause oder Begleitungen beim Einkaufen oder zu Ärzten. Dass Haus und Garten in Ordnung sind und auch bleiben, das gehört laut Umfrage ebenfalls zu den oft geäußerten Unterstützungswünschen. Stichwort: Rasen mähen.

Ebenfalls die pflegenden Angehörigen meldeten sich zu Wort und wünschten sich „jemanden, der mit Rat und Tat zur Seite steht“.

„Viele der Wünsche können bereits heute im gesamten Altkreis Brilon Realität werden. Den Menschen breit aufgestellte Angebote und Hilfen für ein zufriedenes Leben im Alter zu geben, ist auch eine Form, dem demografischen Wandel zu begegnen“, sagt Heinz-Georg Eirund, Vorstandsvorsitzender Caritasverband Brilon, beispielsweise mit Blick auf die verschiedenen Formen der Hilfe: ob ambulante Gruppenangebote für zu Pflegende, die teilstationäre Tagespflege, neue Wohnformen wie das Servicewohnen, wie auch die altbewährten Seniorenzentren. „Erst durch eine Angebotsvielfalt wird Wahlfreiheit ermöglicht, so dass der Einzelne die bestmögliche Begleitung im Leben erfährt“, so Heinz-Georg Eirund.

Beratung

Weitere Informationen zum Pflegeneuausrichtungsgesetz sowie Hilfen, Angebote und Dienste gibt Monika Matuszak von der Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung: 02961 97190.