Medebach passt die Elternbeiträge für die offene Ganztagshauptschule an

Medebach..  Für reichlich Gesprächsstoff sorgte am Donnerstag in der Sitzung des Medebacher Stadtrates die Erhöhung der Elternbeiträge für die offene Ganztagshauptschule.

Christa Hudyma von der FWG „sah es nicht ein“, dass die Gebühren beim teilweise schlechten Zustand der Räume erhöht werden: „In Oberschledorn ist ein Klassenraum mit Schimmel befallen“. Johannes Rabe (CDU) entgegnete, dass „die Summen, die in den letzten Jahren in die offene Ganztagshauptschule geflossen sind“, weiß Gott nicht klein gewesen seien. Man solle nicht alles schlecht reden. Aber: „Es gibt sicherlich immer wieder Sanierungsbedarf“. Die FDP teilte die Meinung der CDU. Für Thomas Just von der SPD war die Erhöhung nicht sozial genug. Die Spanne zwischen den Jahresbruttoeinkommen bis 50 000 Euro und bis 62 000 Euro sei zu groß und die Beitragserhöhung für Mehrverdiener prozentual geringer als die der Geringverdiener. Somit stellte die SPD den Antrag, den monatlichen Beitrag der über 62 000 Euro Verdienenden auf 130 Euro anzuheben. Der Beschlussvorschlag sieht 120 Euro vor. Bürgermeister Thomas Grosche war „aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit“ ähnlicher Meinung.

Letztlich sieht der Ratsentscheid folgende Beitragsanpassungen vor: die Gebühren bei den Einkommen bis 12 500 Euro und bis 37 000 Euro bleiben mit 25 Euro bzw. 50 Euro pro Monat unverändert. Die Eltern mit bis zu 50 000 Euro Einkommen zahlen künftig monatlich 80 Euro (bisher 65 Euro). Bis zum Einkommen von 62 000 Euro werden 100 Euro fällig (vorher 80 Euro). Ab einem Einkommen von mehr als 62 000 Euro beträgt der Monatsbeitrag 130 Euro (vorher 100 Euro). „Die große Masse der Erwerbstätigen hat in Medebach bis 12 000 bzw. bis 37 000 Euro Jahreseinkommen“, so Wirtschaftsförderer Frank Linnekugel.