Marienschüler kommen mit Elektro-Autos ganz groß raus

Brilon..  Beim Solar-Wettbewerb „Sonne macht schnell“ an der Europaschule Dortmund haben die beiden Teams der Briloner Marienschule prima abgeschnitten. Es gab einen ersten, einen zweiten und einen vierten Platz.

Von der Marienschule reisten acht Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 mit ihrem Techniklehrer Friederic Köhler nach Dortmund. Im Gepäck hatten sie selbst gebaute Modellautos, die mithilfe von Solarzellen betrieben werden.

Der Wettbewerb begann mit den Schauläufen in der sogenannten „Design-Car-Klasse“. Hier wird neben der Fahrtüchtigkeit besonderer Wert auf die genaue Verarbeitung und Kreativität gelegt. Timo Hillebrand, Jannis Göke und Michael Wilmes belegten mit ihrem Unimog-Nachbau den zweiten Platz und Felix Molitor belegte mit seinem Fischkutter-Modell den vierten. Platz. Es folgten die Klassen „Classic Car 1.0“ und „Classic Car 2.0“ bei denen jeweils zwei Modellautos im K.O.-Verfahren gegeneinander Wettrennen fuhren. Die „Classic Cars“ müssen ein Mindestgewicht von 150 Gramm haben und dürfen maximal zwei oder vier Solarzellen mit einer Leerlaufspannung von einem Volt verbaut haben. In diesen Klassen versuchten Darius Manegold und Justus Amen ihren Vorjahressieg zu wiederholen. Da ihre Konstruktionen aber voll auf Freiluftrennen unter der Sonne ausgelegt waren, hatten die Schüler große Probleme bei den Rennen, die aufgrund der Wetterlage auf einer Kunstlichtanlage durchgeführt wurden, und schieden in den Vorrunden aus.

In der Königsklasse der „Speed Cars“ traten Niels Pähler und Lukas Schröder für die Marienschule an. In dieser Klasse geht es besonders um Schnelligkeit. Dafür müssen die Fahrzeuge mit einer Menge technischem Knowhow aufgebaut werden: Die Solarmodule werden selbst gebaut, auf Leichtbau wird geachtet, ein Energiespeicher, der den kurzzeitigen Betrieb bei Dunkelheit ermöglicht, muss eingebaut werden und besonders wichtig ist die automatische Fahrtrichtungsumkehr.

In dieser Klasse siegten Niels und Johannes mit einem neuen Bahnrekord von 6,7 Sekunden. Besonders beachtlich ist, dass sie diesen Rekord unter Kunstlicht aufgestellt haben, da bei vollem Sonnenschein noch bessere Zeiten möglich sind.

Mit diesem Sieg qualifizierten sich die Schüler für das Bundesfinale im Oktober in Karlsruhe.