Macht von Zeitung, Radio und Co. in vergangenen 100 Jahren

Kristina Schleimer, Prof. Breide, Christian Beule, Eckhard Stoll bei der Ausstellung in der Volksbank
Kristina Schleimer, Prof. Breide, Christian Beule, Eckhard Stoll bei der Ausstellung in der Volksbank
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Mit der „Macht der Medien“ befasst sich eine Ausstellung in der Voksbank Brilon-Büren-Salzkotten.

Brilon.. Die Macht der Medien in den letzten 100 Jahren zeigt derzeit eine Ausstellung der Fachhochschule Südwestfalen Meschede in der Kundenhalle der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten unter dem Titel „Leitmedien im Wandel.“

Schnell wird dem aufmerksamen Betrachter deutlich, wie rasant sich die Technik im Verlauf der Jahre permanent weiterentwickelt hat und welche Rolle die Pressefreiheit dabei gespielt hat und auch heute noch spielt.

Die Ausstellung sei das Ergebnis einer Abschlussarbeit der Schülerinnen und Schüler im Bereich der Medientechnik, erläutern Professor Dr. Ing. Stephan Breide und sein Kollege Diplom-Ingenieur Eckhard Stoll, die die Präsentation technisch unterstützt haben. Gerade die markanten Jahre der deutschen Geschichte 1914, 1939 und 1989 bilden bei dieser Ausstellung besondere Eckdaten.

Zeitung und Flugblatt

1914 gab es als Massenmedium nur die Zeitung und das Flugblatt. Sonst wurden Nachrichten nur von Mund zu Mund oder per Brief weitergegeben. Und mit der Pressefreiheit war es nicht weit her, denn damals wurde die Nachrichtenerzeugung und -verbreitung politisch und militärisch kontrolliert. 25 Jahre später, 1939, wurden die Massenmedien, die seit 1933 in der Hand der Nationalsozialisten waren, systematisch für Propagandazwecke genutzt.

Nicht zu vergessen das Jahr 1964, als der Siegeszug des Fernsehens begann. Denn auch beim Mauerfall 1989 spielt eine Nachricht im Fernsehen eine große Rolle. Mittlerweile ist die gesamte Welt vernetzt und die unterschiedlichsten Medien stehen jederzeit und überall mobil zur Verfügung.

Alte Schätzchen in den Vitrinen

Äußerst schwer sei es gewesen, Exponate für die Ausstellung zu bekommen, berichtet Prof. Dr. Breide und ergänzt: „Die meisten Exponate stammen aus Privatbesitz“. Die Behörden hätten ziemlich gemauert, auch wenn das Zeug noch haufenweise in den Kellern läge. Richtig alte Schätzchen sind da in den Vitrinen zu sehen: Angefangen von der Morsetaste (1914) und dem Feldtelefon (1916), über den Volksempfänger (1939) und den Converter 1964 für das Fernsehen (damit man jetzt auch das ZDF empfangen kann) bis hin zu Tablets, Laptops und Smartphones von heute.