LWL will neue Arbeitsplätze schaffen

Brilon/Marsberg..  Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wird dieses Jahr 323 neue Arbeitsplätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderung mit insgesamt knapp vier Millionen Euro fördern. Davon profitieren auch Einrichtungen in Brilon und Marsberg. In Brilon werden 16 neue Arbeitsplätze geschaffen, in Marsberg 8. Das hat der Sozialausschuss des LWL gestern empfohlen. In Westfalen-Lippe finanziert der LWL insgesamt knapp 34.000 Werkstattplätze, über 80 Prozent davon für Menschen mit geistiger Behinderung oder Schwerstmehrfachbehinderung. Jährlich gibt der LWL für die Menschen in den Werkstätten rund 560 Millionen Euro aus.

Haushaltsberatungen ab Herbst

„Die Werkstätten sind zwar ein unverzichtbarer Teil der Inklusion von Menschen mit Behinderung. Aber wir wollen weiter, dass mehr Menschen als bisher auch in ganz normalen Firmen auf dem so genannten ersten Arbeitsmarkt beschäftigt werden“, sagte LWL-Sozialdezernent Matthias Münning. Darum gebe es Überlegungen, den Ausbau an Werkstattplätzen zu drosseln, auch um die Kommunen, also die LWL-Mitglieder, nicht mit steigenden Kosten zu belasten. Ob über das Jahr 2015 hinaus noch Plätze in Werkstätten gefördert werden, wollen die Abgeordneten im Rahmen der Haushaltsberatungen ab Herbst 2015 beraten.

Endgültige Zustimmung am 26. Juni

Der LWL fördert die Werkstattplätze bei Investitionen mit Zinszuschüssen (maximal drei Prozentpunkte der Zinsen auf Darlehen) und mit Mietkostenzuschüssen (bis zu drei Euro pro Quadratmeter Arbeitsfläche). Dem Votum muss noch der LWL-Landschaftsausschuss am 26. Juni endgültig zustimmen.