Literaturreihe über Matthias Claudius

Brilon..  Die Ev. Kirchengemeinde veranstaltet aus Anlass des 200. Todestags des Dichters Matthias Claudius eine kleine literarische Reihe unter dem Titel „Es gibt was Besseres in der Welt“.

Den größten Teil seines Lebens verbrachte der am 15. August 1740 geborene und am 21. Januar 1815 verstorbene Autor in dem kleinen beschaulichen Ort Wandsbek bei Hamburg. Dort gab er den „Wandsbecker Boten“ heraus, eine Zeitschrift, die zwar wirtschaftlich erfolglos war und bald eingestellt werden musste, ihn aber als Schriftsteller in ganz Deutschland bekannt machte.

Stets auch den Tod im Blick

Seine Werkausgabe enthält eine Fülle von unbekümmerten Anmerkungen, moralischen Mahnungen, Besprechungen des einen und anderen Buches, scheinbar zufällig zusammengestellt und inmitten all dieser verschiedenen Stücke wunderbare Texte, die zu den großartigsten Werke der deutschen Literatur gehören und Claudius‘ Namen unsterblich haben werden lassen. Sein Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ wird zu den wichtigsten deutschen Volksliedern gezählt und es gibt kein Erntedankfest ohne sein Lied „Wir pflügen und wir streuen“.

Besucher, und die empfing das Ehepaar Claudius reichlich in ihrem Wandsbeker Haus, zeigten sich beeindruckt von der Person des Dichters. Matthias Claudius, der in seinen Gedichten immer wieder das Leben feierte, hatte in allem stets auch den Tod im Blick, er war ihm ein grausamer Gesell und zugleich auch ein Freund, der „Freund Hein“.

Die Veranstaltungsreihe „Es gibt was Besseres in der Welt“ erinnert an diesen großartigen Dichter, dem das Gesangbuch zwei seiner schönsten Lieder verdankt. Sein Glaube gab ihm einen festen Halt und eine für jene Zeit bemerkenswerte Offenheit.

Schauspielerin und Buchhändlerin

Barbara Auer zählt seit Jahren zu den meistbeschäftigten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen. Ihr weitgespanntes Repertoire hat sie in zahlreichen Produktionen unter Beweis gestellt. Der Durchbruch gelang ihr 1988 mit dem Film „Der Boss aus dem Westen“. Eindrücklich waren ihre Rollen in „Meine Tochter gehört mir“, „Nikolaikirche“, oder „Die innere Sicherheit“.

Mehrfach wurde sie ausgezeichnet: mit der Goldenen Kamera, dem Filmband in Gold sowie mit dem renommierten Grimme-Preis. Zweimal erhielt sie den Fernsehpreis als beste deutsche Schauspielerin.

Über den Erfolg sagt sie selbst: „Wenn die Menschen einen feiern, ist das natürlich etwas ganz Besonderes. Aber es ist auf Dauer keine Seelennahrung. Das wahre Leben erfüllt viel mehr.“ Im Mai 2013 war Barbara Auer erstmalig in Brilon in einer Lesung zu hören.

Tanja Schurkus ist ausgebildete Buchhändlerin und studierte Literaturwissenschaftlerin. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem „langen 19. Jahrhundert“. Neben „Matthias Claudius“ ist im Brunnen Verlag 2014 mit „Schwester Melisse“ ein biografischer Roman über die Gründerin von Klosterfrau Melissengeist erschienen.

Tanja Schurkus lebt und arbeitet in Köln, u.a. als Redakteurin für das online Magazin „Histo-Journal“. Mehr zu ihrer Arbeit unter www.tausendseiten.de und auf www.facebook.com/tausendseiten