Leinenlos

Es musste mal wieder schnell gehen gestern Morgen. Kameratasche auf den Rück-, Arbeitstasche auf den Beifahrersitz, Regenjacke vom Haken genommen (Mist, das war die mit den kurzen Ärmeln, also die meiner Frau), Handtelefon in die Buxe und Portemonnaie auch. Was fehlt noch? Ah ja, der Hund steht schon startklar und möchte in die Kofferraum-Box springen. „Hopp!“ Alles gut.

Nur kurz vor Brilon fällt mir ein: „Du hast Hundeleine und -halsband vergessen!“ Natürlich klappt das mit dem „Bei-Fuß-Gehen“ eigentlich auch so. Aber zur Leinenführigkeit gehört in der Stadt auch eine Leine. Nur woher nehmen? Das Abschleppseil aus dem Auto ist so ein dickes Spiralding, dass ich es dem James unmöglich um den Hals legen kann. Den Gürtel aus der Hose brauche ich selbst - sonst Hose runter. Die Kapuze an der Regenjacke hat keine Kordel, der Sportschuh nur Klettverschluss. Vielleicht eine Mullbinde aus dem Verbandskasten? Ich entscheide mich für den Schlüsselanhänger – ein Band, 30 Zentimeter lang. Und es klappt perfekt in Neandertalerhaltung neben dem Hund. Ich sag nur: „Leinen los!“

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