Lange Tradition in Giershagen

Giershagen..  Nördlich der Mainlinie gibt es das Brauchtum der Pferdeprozession nur in Giershagen. Hier hat sie eine über 300-jährige Tradition. Sie beruht auf einem Gelübde, das die Giershagener Bauern in der Barockzeit abgelegt haben, als eine Pferdeseuche ihre kostbaren Arbeitstiere dahinraffte.

Es ist gelungen, die Tradition über Jahrhunderte zu erhalten und fortzuführen. Jeweils am zweiten Sonntag nach Ostern zieht die Schar der Reiterinnen und Reiter vom Kirchplatz hinunter ins Diemeltal zur Kluskirche und zurück durch das Buchholz ins Dorf. An der Spitze reitet der Kreuzträger gefolgt von zwei Fahnenträgern und dem Pfarrer.

An vier Betstationen wird Halt gemacht, ehe die Pferde mit ihren Reitern wieder zum Kirchplatz ziehen, wo die Prozession endet.

In diesem Jahr findet die Pferdeprozession am Sonntag, 19. April, statt. Nach dem Gottesdienst um 9 Uhr in der Pfarrkirche beginnt die Pferdeprozession um 10 Uhr am Kirchplatz in Giershagen.

Im Anschluss an die Prozession treffen sich Reiter und Zuschauer zum geselligen Ausklang auf dem Kirchplatz am Pfarrheim.

Einzigartiger Brauch

Ohne die Mithilfe der Reiterinnen und Reiter der Region ist dieser einzigartige jahrhundertealte Brauch nicht aufrecht zu erhalten. Deshalb bittet die Gemeinde alle Pferdehalter aus Marsberg und den benachbarten Städten, auch aus Waldeck, sich mit ihrem Pferd an der Segnung und dem Ausritt zu beteiligen. Auch Gespanne und Kutschen sind zur Teilnahme eingeladen.