Kristin Eckhardt aus Netphen ist Ehrendame beim Weltcup in Willingen
08.02.2012 | 18:26 Uhr 2012-02-08T18:26:00+0100
Willingen/Netphen. Schon als Teenager verfolgte sie die spannenden Wettbewerbe an der Mühlenkopfschanze. Sie drückte fest die Daumen, wenn ihre Idole auf Weitenjagd gingen. Doch so richtig nah war sie den Luftakrobaten nie. Das hat sich grundlegend geändert. Kristin Eckhardt (21) aus Netphen (Siegerland) ist eine von drei Ehrendamen beim Weltcup-Skispringen in Willingen.
„Ich bin überglücklich, wieder dabei zu sein. Ich zähle schon die Tage und Stunden, bis es endlich los geht.“ Für die 21-jährige Bürokauffrau beginnt am Freitag das größte Event überhaupt. „Es stimmt einfach alles. Der Sport, die einmalige Atmosphäre, der Spaß, tolle Kollegen und die Feiern am Abend. Das kann man gar nicht beschreiben, das muss man erlebt haben“, ist die junge Dame vor der Eröffnungsfeier in Willingen kaum zu bremsen.
Bei so viel Temperament und Engagement verwundert es nicht, dass sich die Netphenerin Mitte Januar 2011, also kurz vor dem letzten Weltcup, bei einem Internet-Casting unter insgesamt 13 Bewerberinnen durchsetzen konnte. 5000 Votings wurden seinerzeit abgegeben. Auf Kristin entfielen 21,9 Prozent der Stimmen. Ihre ärgsten Mitkonkurrentinnen Alena Dietschmann und Andrea Möller erhielten 18,4 bzw. 15,4 Prozent und waren damit ebenfalls für das Ehrendamen-Amt qualifiziert.
Internet-Casting im Januar 2011 gewonnen
Die Eltern, selbst begeisterte Skisprung-Fans, hatten Kristin damals auf das Casting aufmerksam gemacht. „Wär das nicht was für dich?“ Die 21-Jährige ließ sich nicht zweimal fragen und reichte ihre Bewerbung ein. Danach mobilisierte sie alle Freunde, Bekannte und Verwandte, um am Voting teilzunehmen. Im Januar 2011 kam dann das Ergebnis: Kristin hatte es geschafft. Und die Freude war riesengroß.
„Ich habe super Erinnerungen an das letzte Jahr. Wir sind sofort integriert worden“, sagt die 21-jährige, die den Verantwortlichen bei den vielfältigen Aufgaben - von der Versorgung der Fans mit heißem Tee bis hin zur Siegerehrung und Übergabe der Ehrenpreise an die besten Skispringer - zur Hand gehen durfte. „Das war so, als wären wir schon immer dabei gewesen“, beschreibt sie die gelungene Premiere als Ehrendame. „Alle haben sich rührend um uns gekümmert.“
An Weltcup-Tagen wenig Zeit zum Schlafen
Natürlich kommt man in den Weltcup-Tagen nicht viel zum Schlafen. „Aber wir sind ja auch nicht zum Ausruhen hier, das können wir vor und nach der Veranstaltung machen“, meint die Siegerländerin schmunzelnd. Und auch das Verhältnis zu ihren beiden Mitstreiterinnen könnte nicht besser sein. „Da stimmt ganz einfach die Chemie. Wir tauschen uns auch über das Jahr regelmäßig aus“, berichtet die sportbegeisterte junge Dame.
Bussi im Vorjahr für Geburtstagskind Martin Schmitt
Dabei ist es gar nicht einfach, den Kontakt zu halten. Alena Dietschmann kommt aus dem südhessischen Gründau-Rothenbergen und Andrea Möller aus Münster. Letztere studiert derzeit in Valencia, lässt es sich aber nicht nehmen, für den Weltcup extra nach Willingen zu reisen. Alle drei fühlen sich inzwischen schon als ein Teil vom Weltcup. Und das soll noch einige Jahre so bleiben.
Wenn ein ganzes Wochenende nur aus Höhepunkten bestehe, sei es schwer, ein absolutes Highlight herauszufischen, meint Kristin. Unvergesslich bleiben die lockeren Plaudereien mit Springern und Trainern. Und natürlich das Bussi im Vorjahr für Geburtstagskind Martin Schmitt.
Vorfreude auf neue Eindrücke steigt stündlich
Am Donnerstag treffen die drei jungen Damen in Willingen ein, wo sie wieder im deutschen Mannschaftshotel untergebracht sind. Stündlich steigt dann die Vorfreude der Ehrendamen auf neue Weltcup-Eindrücke , sei es bei der Eröffnungsfeier, im Springer-Lager, im Café Aufwind, bei der Siegerehrung.....
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