Kreissynodalvorstand stärkt Kirchengemeinde den Rücken

Bredelar/Meschede..  Das Leitungsgremium des Ev. Kirchenkreises Arnsberg, der Kreissynodalvorstand (KSV), hat sich in seiner Februarsitzung mit der Situation der Flüchtlinge im Hochsauerlandkreis befasst. Die Mitglieder des Kreissynodalvorstands haben sich mit einem einstimmigen Beschluss hinter das Kirchenasyl gestellt, das die Kirchengemeinde Marsberg seit Dezember 2014 einem jungen Mann aus Eritrea gewährt.

Der Beschluss im Wortlaut

Alle Behörden seien über den Aufenthaltsort des Mannes informiert, für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gelten allerdings seit neuestem Menschen im Kirchenasyl als „flüchtig“, heißt es in einer Pressemitteilung des KSV.

Diese Charakterisierung trifft nach Meinung der Marsberger auf ihre Situation nicht zu. Superintendent Alfred Hammer, der den KSV leitet und Gemeindepfarrer in Marsberg ist, sagt: „In unseren Augen ist das ein offenes Kirchenasyl. Der Flüchtling ist im Gemeindehaus in Bredelar mit erstem Wohnsitz gemeldet. Behörden, die mit ihm Kontakt aufnehmen möchten, wissen, wo er lebt.“ Der Beschluss des KSV im Wortlaut: Der Kreissynodalvorstand nimmt das durch den Ev. Kirchengemeinde Marsberg gewährte Kirchenasyl zur Kenntnis und bestärkt die Kirchengemeinde in ihrem Tun. Zugleich betont der KSV, dass Kirchenasyl ein legitimes Mittel ist, das zwar keinen rechtsfreien Raum schafft, aber im Sinne der internationalen Menschenrechte und des Grundgesetzes eine letzte Möglichkeit eröffnet.