Krautbund ist eng mit Fest Mariä Himmelfahrt verbunden
14.08.2008 | 18:44 Uhr 2008-08-14T18:44:00+0200Brilon. Blühende, duftende und heilende Schätze wachsen in und um die Städte und Dörfer. Kinder aus Marburg, zurzeit in der Briloner Jugendherberge, haben die Naturschätze im wohl riechenden Kräutergarten des Briloner Kurparks entdeckt.
Und sie haben Glück: Anneliese Löwe, eine exzellente Kräuterexpertin, ist gerade da. Und was sie den Kindern erklärte, begeisterte Jung und Alt gleichermaßen. Lena, Jonas, Helena und Dominik erfahren schnell, wozu Schafgarbe, Rainfarn und Beifuß gut sind. Lea erzählt, dass Spitzwegerich nach Insektenstichen schnell hilft. Maria kennt schon die Ringelblume und erzählt auch, dass man daraus Salbe machen kann. Christopher kennt inzwischen Kamille, Beifuß und Eisenkraut und hat auch gehört, dass damit „der Magen wieder heile wird”. Richtig gut mit Augen, Nase und Ohren dabei sind die Kinder dann, als Anneliese Löwe von Alant, Minze und Melisse, Johanniskraut, Baldrian, Wundklee und Königskerze erzählt und auch, dass man mit der Brennessel eine sehr hilfreiche Tee-Kur machen kann. Zu den Schmuckstücken im Prachtgarten des Briloner Kneipp-Vereins im großen Kurpark — sehenswert ist dazu derzeit auch die Kräuterspirale vor der Stadtbücherei — zählt der Sonnenhut. Und davon haben Jonas und Maria auch schon was gehört: „Der kommt von den Indianern und hilft bei Entzündungen!” „Blumen von den Indianern?” Lea ist zunächst sprachlos und ruft dann unüberhörbar: „Die gibt es bei uns in Marburg nicht!” Toll, solch eine Erinnerung von Brilon mitzunehmen nach Hessen. Heute, am Hochfest der Himmelfahrt Mariens, teilweise auch schon gestern Abend, durchzieht der Duft der Kräuter Kirchen und Kapellen. In farbenprächtigen Bunden werden die Heil- und Küchenkräuter zur Segnung in die Gottesdienste getragen. In der Propsteikirche findet heute um 18.30 Uhr ein Festhochamt mit Kräutersegnung statt.
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