Konzert im Carolus-Magnus-Gymnasium trägt zur europäischen Verständigung bei

Marsberg..  Bei einem außergewöhnlichen Konzert in der Aula des Carolus-Magnus-Gymnasiums trug die Musik buchstäblich zur europäischen Verständigung bei. Anlässlich eines internationalen Blasmusikfestivals in Paderborn waren das Jugendblasorchester aus dem ungarischen Debrecen sowie die Band San Rideau Brass aus dem polnischen Przemysl in die Domstadt gereist und beteiligten sich zusammen mit dem Bläserkreis der dortigen Musikschule, der Bläserklasse 6 und des Orchesters des Carolus-Magnus-Gymnasiums, an den musikalischen Darbietungen in Marsberg.

Das Programm, das vom Oberstufenschüler Niklas Gerlach ebenso souverän wie humorvoll angekündigt wurde, enthielt bekannte und unbekannte Werke aus unterschiedlichen Ländern. Zu Beginn begrüßte die Bläserklasse 6 zusammen mit dem Jugendblasorchester Debrecen unter der Leitung der Musiklehrerin Dr. Keikutt-Licht die Zuhörer mit einer klangvollen Pavane des französischen Komponisten Thoinolt Arbeau, an die sich zwei Filmmusiken mit den Titeln „Aspire, Achieve“ und „Hey, Baby“ anschlossen.

Beatles- und Filmmusik

Aus der großen Fülle der folgenden Beiträge seien mehrere Höhepunkte hervorgehoben. Sieben Blasmusiker aus Przemysl erhielten u. a. für ihre sinfonische Version des berühmten Beatles-Songs „Yesterday“ lauten Beifall. Das große Blasorchester des Gymnasiums überraschte mit einer Walzerparodie des sowjetischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch.

Nach der Pause setzten der Bläserkreis der Städtischen Musikschule Paderborn mit seinem Dirigenten Keikutt und das Jugendblasorchester aus Debrecen das Konzert mit dem Song „Hey Jude“ von John Lennon bzw. Paul McCartney und diversen Filmtiteln wie z.B. „Fluch der Karibik“ fort.

Zum Abschluss füllte sich die Bühne mit rund 100 Mitwirkenden aus allen beteiligten Formationen, um Marc-Antoine Charpentiers „TeDeum“ - besser bekannt als Eurovisionshymne der ARD – gemeinsam vorzutragen.

Lang anhaltender Beifall war der Lohn für die viele Mühe, die dieses europäische Konzertereignis gewiss die Musiker bei der Vorbereitung gekostet hat. In jedem Falle war zu hören, dass sich unterschiedliche Kulturen mithilfe der „Sprache“ der Musik ebenso mühelos wie harmonisch zu verständigen wissen.