Konzert bewegt die Zuhörer

Marsberg..  Nicht nur der Terminkalender beim Musikverein Marsberg ist proppevoll. Auch das Programm des Weihnachtskonzerts war wieder gut gefüllt und zwar mit vielen unterhaltsamen und bewegenden Konzertstücken.

Dirigent Karl-Ludwig Willeke hat es einmal mehr verstanden, „seine“ Musikerinnen und Musiker als akustisch beeindruckenden Klangkörper im voll besetzten Theatersaal des Gymnasiums zusammenzuführen.

Eröffnung mit Bach-Stück

Nach der Eröffnung mit dem feierlichen „Arioso“ von Johann Sebastian Bach nahm das Orchester das Publikum mit auf eine imaginäre Reise des Heiligen Nikolaus über die Weltmeere als „Lord of seven Seas“. Es folgte „Spirit“, die Musik zu einem Zeichentrickfilm, in dem die Freiheit und das Temperament eines Wildpferde-Lebens in der Weite der Prärie musikalisch gelungen interpretiert wurden.

Jerusalem steht für die Glanzzeiten einer beeindruckend monumentalen Stadt. Mit ihrem Gesang verzauberten die Solistinnen Annina Wiesmann, Astrid Runte und Lydia Meier die Zuhörerinnen und Zuhörer.

Das Jugendorchester war ebenfalls bestens aufgelegt und spielte schwungvolle Stücke, die zur Weihnachtszeit passen. Die Kinder nutzten die Gelegenheit, um sich mit „Happy“ bei Dirigentin Lydia Meier für die geduldige Probenarbeit ausdrücklich zu bedanken.

Im zweiten Teil verkörperte der Musikverein mit „Mille Cherubini in Coro“ einen vielstimmigen himmlischen Chor als Hintergrund für das Trompetensolo von Thomas Vöpel.

Auch Konzertstücke mit ernstem Hintergrund fanden ihren Platz im Programm. „Exodus“ hat zwar nicht – wie vermutet – seinen Ursprung aus dem gleichnamigen Buch im ­Alten Testament, erzählt aber trotzdem auf musikalisch überzeugende Art von Flucht und Verfolgung, ­Wehmut und Sorgen. Von diesen Problemen sind viele Menschen betroffen.

Mit ihren launigen Ansagen wussten Thomas Runte und Melanie Schneider die Zuhörer kurzweilig auf das jeweils folgende Konzertstück einzustimmen. Sie gingen immer wieder auf die Tücken voller Terminkalender in der Weihnachtszeit ein.

Bekannte Filmmelodien

Dringend in den Terminkalender gehört aber unbedingt der Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel“. Das tschechische Märchen gehört inzwischen zur Weihnachtszeit wie Spekulatius und Tannenbaum.

Die Musiker präsentierten in einem wundervollen Arrangement die bekanntesten Melodien aus dem Film und ließen durch ihre Musik die Szenen des Klassikers zu Leben erwachen. Wer braucht da schon einen Fernseher?

Amelie Beyer und Kristin Stoiber berichteten in ihren auswendig vorgetragenen Gedichten über Weihnachtsmäuse und Weihnachtswünsche und ernteten dafür großen Applaus.