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Presbyterwahl

Kirche war in meinem Leben immer wichtig

02.02.2012 | 17:56 Uhr
Kirche war in meinem Leben immer wichtig
Karin Siek aus Erlinghausen.

Marsberg. Karin Siek ist seit 18 Jahren im Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Marsberg engagiert. Im Gespräch mit der WP erzählt die Lehrerin im Ruhestand, was eine Presbyterin macht und warum sie ihre Aufgabe gerne wahrnimmt. Am Sonntag ist sie eine von sechs Kandidaten, die bei der Presbyter-Wahl in Marsberg kandidieren.

Westfalenpost: Viele haben nur eine recht vage Vorstellung davon, was ein Presbyterium eigentlich macht. Welche Aufgaben hat das Gremium?

Karin Siek: Das Presbyterium ist in erster Linie verantwortlich für die geistliche Leitung der Gemeinde, beschäftigt sich mit Fragen des Glaubens und der geistlichen Gemeinschaft. Es trifft aber auch die Personalentscheidungen vor Ort, wenn es darum geht, wer Küster, Kirchenmusiker, Gemeindesekretär oder auch Pfarrer wird. Außerdem geht es auch um die Verwaltung der Gemeindefinanzen und der Gebäude.

Frage: Die Aufgaben zeigen, dass dem Presbyterium eine sehr zentrale und wichtige Rolle vor Ort zukommt. Was hat Sie persönlich in all den Jahren besonders bewegt?

Karin Siek: Personalentscheidungen berühren einen natürlich schon immer besonders. Vor allem, wenn es darum geht, jemanden zu entlassen, ist das keine angenehme Sache. Sehr schwierig und schmerzvoll war aber zum Beispiel auch die Entscheidung, die Gottesdienst-Stätte in Essentho zu schließen.

Eine ganz besondere und sehr verantwortungsvolle Aufgabe ist auch die Wahl eines neuen Pfarrers. Ich habe bisher an drei Wahlen teilgenommen und finde, dass wir mit unserer Entscheidungen immer eine sehr gute Wahl getroffen haben.

Eine inhaltlich sehr wichtige Diskussion gab es um die Frage, ab wann in unserer Gemeinde Kinder bzw. Jugendliche am Abendmahl teilnehmen dürfen. Wir haben beschlossen, dass die entscheidende Voraussetzung dafür eine entsprechende Vorbereitung der jungen Menschen ist, so dass Kinder schon vor der Konfirmation das Abendmahl empfangen können. Da gab es in der Gemeinde schon unterschiedliche Ansichten.

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