Kerschensteiner Schule als Notunterkunft

Marsberg..  Die Stadt Marsberg hat in diesem Jahr bisher 45 Asylbewerber zugewiesen bekommen. Sozialamtsleiter Hanns Runte sagte Donnerstagabend im Rat, dass er damit rechne, dass in 2015 mit mehr als 100 Neuzugängen zu rechnen sei. Damit müsste die Kerschensteiner Schule wohl auf Dauer als Notunterkunft genutzt werden. Die Klassenräume sollen deshalb halbiert werden, damit nicht zehn Personen zusammen in einem Raum leben müssen.

Menschen aus 23 Nationen

Insgesamt sind 137 Menschen aus 23 Nationen in Marsberg untergebracht; 107 männliche und 30 weibliche. 57 Asylbewerber sind zwischen 26 und 40 Jahren alt, 37 zwischen 19 und 25 Jahren. Vier Kinder besuchen die Grundschule, neun die Hauptschule und eins das Gymnasium. Ehrenamtliche Helfer werden noch dringend gesucht. Deutsch-Sprachkurse laufen weiterhin. Der Unterstützerkreis trifft sich regelmäßig. Anfang September laden Ehrenamtliche und Asylbewerber zum Sommerfest alle Bürger in den Garten der Alten Propstei ein.