Kein Erlebnis-, aber ein Panoramabad

Eher von einem Panoramabad muss man künftig im Oversum in Winterberg reden.
Eher von einem Panoramabad muss man künftig im Oversum in Winterberg reden.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Ein Erlebnisbad wie in den Nachbarstädten Winterbergs wird das Sport- und Familienbad im Oversum nicht werden.

Winterberg.. Nein, ein Erlebnisbad wie in den Nachbarstädten Winterbergs wird das Sport- und Familienbad im Oversum nicht werden. Dies haben die im Bauausschuss am vergangenen Dienstag beschlossenen Umbaupläne (wir berichteten) verdeutlicht. Ein Erlebnisbad sollte es auch gar nicht werden. Von Anfang an nicht. Dies betonten unter anderem Johannes Hellwig (CDU) und Tourismus-Direktor Michael Beckmann.

Und auch die für die neuen Pläne verantwortliche Architektin Nadine Hayd von der b.i.g-Gruppe aus Karlsruhe bekräftigte, dass dieses Bad allein aufgrund seiner begrenzten Größe so einen Charakter gar nicht bekommen könne. „Jedes Bad hat seine eigene Ausrichtung und kann nicht alle Ansprüche erfüllen“, so Nadine Hayd.

Michael Beckmann war sich deshalb auch sicher, mit dem Umbau in Anbetracht der umliegenden Erlebnisbäder sogar ein neues Alleinstellungsmerkmal zu kreieren. „Wir müssten künftig eigentlich von einem Panoramabad reden. Denn der Blick in das Helletal ist in der Region sicher einzigartig“, so Beckmann in der Ausschuss-Sitzung. Für den Tourismus-Chef, dessen Personal in der Tourist-Info unter anderem auch den Kassenbereich des Badbereichs betreut, ist insbesondere aus wirtschaftlichen Gründen die personalunabhängige neue Kassentechnik sowie die Schaffung komfortabler Zu- und Übergänge nach den Baumaßnahmen von großer Bedeutung. „Es stellen sich immer zwei Fragen: Wo ist das Bad und wie sind die Zugänge? Wir haben bei den Gästen in der aktuellen Situation diesbezüglich ein Orientierungsproblem und brauchen diese einfacher gestalteten Zu- und Übergänge.“

Einsparungen bei Personalkosten

Da der bestehende Kassenautomat sowie die Drehkreuze weiter verwendet werden könnten, spare man künftig nicht nur investive, sondern auch personelle Kosten.

Der Bauausschuss-Vorsitzende Martin Schnorbus (CDU) nutzte am Dienstag gleich zu Beginn die Gelegenheit für einen Ausflug in die Vergangenheit. Er übertrug die Verantwortung für die ursprünglichen Oversum-Konzepte auf die privaten Investoren und Entwickler. „Wir in der Arbeitsgruppe waren mehr Zuhörer und durften ab und zu mal was sagen“, so Schnorbus. Es sei nun aber parteiübergreifender Konsens, „das Oversum gemeinsam fortzuentwickeln“.