Kahlschlag Narbe im Stadtbild von Winterberg

Die Schneeschmelze bringt es an den Tag: Der Kahlschlag der Bahn unterhalb vom Hagenblech erhitzt in Winterberg die Gemüter.
Die Schneeschmelze bringt es an den Tag: Der Kahlschlag der Bahn unterhalb vom Hagenblech erhitzt in Winterberg die Gemüter.
Foto: Rita Maurer
Was wir bereits wissen
Die Schneeschmelze bringt es an den Tag: der Kahlschlag unterhalb des Hagenblechs in Winterberg hat es in sich.

Winterberg..  Wochenlang hat die dicke Schneedecke den Anblick gnädig verhüllt, doch der Frühling bringt ihn jetzt wieder unbarmherzig an den Tag: den Kahlschlag an der gesamten Böschung entlang des Winterberger Bahnhofs. Anfang Dezember hatte die Deutsche Bahn dort innerhalb kurzer Zeit den gesamten Baumbestand gefällt. Grund aus Sicht der Bahn: Die komplette Abholzung sei wegen des Eisbruchs nicht zu vermeiden gewesen, um den Zugbetrieb nicht zu gefährden. Seitdem scheinen die Arbeiten dort still zu stehen, der Anblick der Böschung verärgert viele Winterberger Bürger. Wie und wann geht es nun weiter?

„Räumung im Winter zu gefährlich“

Auf die entsprechende Anfrage der WP erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn in Düsseldorf, dass während der Wintermonate eine Räumung der Böschung zu gefährlich für die Bahnmitarbeiter gewesen sei. Sobald die Frostperiode nun zu Ende gehe, soll der Hang von Altholz befreit und die vorhandenen Baumstümpfe auf Bodenniveau gekürzt werden, damit sich ein „ordentliches Landschaftsbild“ ergebe. Das weitere Vorgehen werde nach Ostern mit der Stadt abgestimmt. Eine flächendeckende Aufforstung sei jedoch von Seiten der Bahn nicht geplant.

Damit ist die Stadt Winterberg jedoch nicht einverstanden. Über den Begriff „Landschaftsbild“ bestehen offensichtlich unterschiedliche Ansichten.

Leitplanke in Rechtskurve

Es sei die politische Forderung an die Bahn, dass nicht allein die Böschung aufgeräumt und die Stümpfe weggemacht würden, sondern „ebenfalls ein vernünftiges Landschaftsbild“ gestaltet werde. An diesem Verlangen werde die Stadt festhalten, zumal dies auch eine Forderung des Rates sei.

Auf die Frage, wie mit der Gefährdung des Straßenverkehrs durch die derzeit ungesicherte Rechtskurve in der Straße „Am Hagenblech“ oberhalb der Böschung verfahren werden solle, teilte die Stadt mit, dass sie dort eine Leitplanke installieren wird, die in Kürze in Auftrag gegeben werden solle.