Jugendrotkreuz unterstützt Inklusionsarbeit

Medebach..  Meilensteine wollen sie setzen, die Jugendrotkreuzler. Bei der Landeskonferenz in Medebach beschlossen 120 Delegierte jetzt, das Thema Inklusion stärker in den Blickpunkt zu rücken. Im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingssituation wurden besonders kulturelle Vielfalt und Inklusion in den Meilensteinen berücksichtigt. Es sollen vor allem mehr Angebote in Flüchtlingsunterkünften eingerichtet werden.

Medebachs Bürgermeister Thomas Grosche nutzte die Gelegenheit, um zu Beginn der Konferenz die Vielschichtigkeit des JRK zu loben. Für die Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes, Carin Hell, zeigt sich das Jugendrotkreuz fortschrittlich und erfolgreich. Thorsten Junker vom Landesverband stellte die aktive Arbeit von Jugendlichen in den Vordergrund und plädierte für eine Mitgliedergewinnung sowohl im JRK als auch im DRK. Beide Gruppen seien eng miteinander verknüpft und die Zusammenarbeit liege ihm am Herzen.

Thema im Rahmen der Versammlung war unter anderem der so genannte Landesjugendring, in dem sich Jugendliche intensiv mit der hohen Politik auseinandersetzen. „Umdenken – Jung denken“ lautet da die Devise, die vor allem die Jugendperspektive der Politik zum Vorschein bringt. Auch international sind JRK und DRK aktiv, insbesondere in Burkina Faso mit Jugendbildungsmaßnahmen.

„Body und Grips-Mobil“

Zum Stichwort „Humanitäres Völkerrecht“ soll mit der Arbeitsgemeinschaft Menschlichkeit eine Aktion für Toleranz ins Leben gerufen werden. Den Beratungsbedarf, der in den Kreisverbänden herrscht, sprach Markus Höltken an. Unterstützen dabei soll die Arbeitsgemeinschaft Berater im JRK. Das Fairmobil sei eine weitere Innovation, um die Gewaltprävention an Schulen zu forcieren. Als Erweiterung dazu gibt es auch das „Body und Grips-Mobil“, das seinen Schwerpunkt auf Gesundheit, Aufklärung und Bewegung legt.

Weitere Handlungsfelder der Arbeitsgruppen sind unter anderem die Notfalldarstellung, die Öffentlichkeitsarbeit, Bildung sowie die Schularbeit, die sich das Ziel setzt, Schüler schulisch zu unterstützen.

Genauso breit gefächert wie die verschiedenen AGs sind die Meilensteine 2016. Die AGs helfen dabei, die geplanten Ziele für 2016, die von Bildungsarbeit bis zur Inklusion reichen, zu erreichen.

Klar formuliert wurde, dass die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gesteigert werden soll, indem sie bei der Gestaltung von Form und Inhalt des Jugendkreuzarbeit beitragen. Außerdem sollen Jugendliche durch Bildungsarbeit soziale Kompetenzen entwickeln und sich im Themenbereich „Kulturelle Vielfalt und Inklusion“ aktiv für die Vielschichtigkeit der Gesellschaft einsetzen.

Für besondere Leistungen erhielten Michael Penzel, Regina Klose und Magnus Wulf die JRK – Medaille. Außerdem verlieh Carin Hell Holger Frank die Verdienstmedaille des Landesverbandes.