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Festakt

„Im Denken und Tun jung geblieben“

11.09.2012 | 19:00 Uhr
„Im Denken und Tun jung geblieben“

Marsberg. Abordnungen befreundeter Kolpingsfamilien aus Brilon, Antfeld, Obermarsberg, Westheim, Giershagen und Padberg erfüllten mit ihrem Kolpingbannern den Altarraum in der Propsteikirche. Sie gratulierten ebenso zum 90. Bestehen der Kolpingsfamilie Niedermarsberg wie der Generalpräses Msgn. Ottmar Dillenburg aus Köln. Im Gottesdienst zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten hielt er die Festpredigt.

„Ein starkes Alter“

„90 Jahre ist ein starkes Alter. Im Denken, Handeln und Tun aber sind sie immer jung geblieben“, gratulierte auch Präses Probst Norbert Schröer den Kolpingbrüdern und –schwestern zu Beginn des Festgottesdienstes. Antrieb und Motivation sei bis heute geblieben. „Schön, dass ihr so alt geworden seid“, befand der Generalpräses im anschließenden Festakt, der ebenfalls in der Propsteikirche stattfand. Es hatten sich so viele Gäste angemeldet, dass die Alte Propstei schlichtweg zu klein war. Auch das, so der Generalpräses, sei ein Zeichen von lebendiger Kolpingsfamilie.

In seinem Festvortrag zeigte er auf, dass Kolping eine Geschichte mit Zukunft ist, dass sich die praktische Arbeit in den Kolpingsfamilien und –werken verändere und sich immer wieder neu erfunden habe. Heute gibt es 61 Nationalverbände weltweit, „die soziales Christentum leben“. „Die Kolpingsfamilie ist ein Ort der Einübung von Solidarität. Wenn wir wollen, dass unsere Werte greifen, müssen wir uns selbstständig einbringen in die Gestaltung von Kirche und Gesellschaft“, rief Msgn. Dillenburg auf. „Wenn einer sagt, die sind aber lästig, dann sind wir auf dem richtigen Weg.“

Für die 277 Kolpingsfamilien im Diözesanverband Paderborn gratulierte Heiner Brambring. Als Vertreter der Stadt Marsberg schloss sich Hanns Runte im Namen des Bürgermeisters, des Rate und der Verwaltung und ganz persönlich den guten Worten an. Für die Kolpingsfamilien im Bezirk Brilon/Marsberg gratulierte Johannes Schlierenberg, für alle Vereine, Verbände und Gruppen im Pastoralverbund die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Elke Meyer. Oberst Gerhard Siedhoff von den St.-Magnus-Schützenbrüdern hob die „immer intensive und enge Freundschaft“ zu der Kolpingsfamilie hervor.

Mit Geschick und Herzblut

Propst und Präses Norbert Schröer rief auch die vielen Verdienste der ehemaligen Vorsitzenden in Erinnerung. Vorweg die des langjährigen Vorsitzenden Reinhard Fiege. Er hat seinen Wohnsitz nach Costa Rica verlegt und deshalb sein Amt niedergelegt. Mit viel Geschick und Herzblut habe er der Kolpingsfamilie vorgestanden, so der Propst. Über 40 Jahre war er Vorstandsmitglied und 23 Jahre Vorsitzender. Er war auf Bezirks- und Verbandsebene tätig. Dafür übergab ihm Heiner Beambring das Ehrenzeichen des Verbandes. Langanhaltender Applaus der Gäste unterstrich die Auszeichnung.

Besonders geehrt wurden auch langjährige Kolpingbrüder und –schwestern. Seit 65 Jahren hält Josef Wegener die Treue. Seit 60 Jahren: Josef Hammerschmidt, Heinrich Hammerschmidt, Willi Legge und Josef Trilling, seit 50 Jahren Hans-Ferdi Hefer, seit 25 Jahren Hedwig Wegener und Wilhelm Stark.

Ein Mittagessen, eine Kuchentafel, Diaschau über 90 Jahre Kolping und ein Kinderprogramm rundeten den Festtag ab. ad

Dülme



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