Urlaub
Heimische Reisebüros warnen vor Bangkok-Urlaub
28.04.2010 | 08:00 Uhr 2010-04-28T08:00:00+0200
Altkreis. Die Lage in Thailands Hauptstadt ist nach wie vor kritisch. Und das Auswärtige Amt warnt sowohl über die Medien als auch auf seiner Internetseite vor dem Besuch Bangkoks. Das tun auch die heimischen Reisebüros.
Vor dem Hintergrund andauernder politischer Proteste und der daraus resultierenden unübersichtlichen Sicherheitslage wird vor Reisen nach Bangkok dringend gewarnt und abgeraten, schrieb das Auswärtige Amt am Dienstag.
Die Nutzung des Bangkoker Flughafens als Transitflughafen für Flüge innerhalb Thailands oder ins Ausland sei derzeit nicht beeinträchtigt. Auch vor dem Besuch des Nordens des Landes warnt das Auswärtige Amt, da eine Ausweitung des Konfliktes auf diese Region nicht ausgeschlossen werden könne. Die Tourismusregionen im Süden seien von den Demonstrationen im Augenblick nicht betroffen.
Andreas Kimmlinger vom Briloner Reisebüro Knipschild verkauft momentan keine Thailandreisen mit Aufenthalt in Bangkok. „Ich rate unseren Kunden, auf keinen Fall Sicherheitsrisiken einzugehen und deswegen bei einer Thailandreise den Ausflug nach Bangkok unbedingt auszusparen. Stattdessen bieten wir Alternativen an, z.B. einen Besuch in Phukhet im Süden am Meer.”
Kostenlose Umbuchung
Der gleiche Tenor war vom Volksbank-Reisebüro „Laguna Reisen” in Marsberg zu hören. Reiseverkehrskauffrau Anke Riex rät ihren Kunden ebenfalls vom Besuch Bangkoks ab und empfiehlt den Süden Thailands mit Zielen wie Phukhet oder Koh Samui.
Reisekauffrau Eva Funke vom Olsberger Reisebüro „Flamingo” warnt ebenfalls ihre Kunden. „Bitte meiden Sie zu ihrer eigenen Sicherheit im Augenblick Bangkok!” Man müsse die Angelegenheit im Auge behalten und die Situation beobachten. Neckermann zum Beispiel - und damit verbunden das Unternehmen „Thomas Cook” - bietet laut „Flamingo” all jenen, die bereits Thailand mit Besuch Bangkoks gebucht haben, bis zum 2. Mai eine kostenlose Umbuchung oder Stornierung an. Reisende, die sich bereits in Bangkok aufhalten, werden in die südlichen Ferienregionen wie Hua Hiu, Koh Chang oder Pattayce ausgeflogen. Aus dem heimischen Raum sind jedoch aus dem Kundenstamm von „Flamingo” keine Urlaubsgäste darunter.
Vulkanasche kein Thema
Die TUI-Hauptzentrale in Hannover signalisierte unserer Redaktion auf Anfrage, dass zumindest vorläufig bis Anfang nächster Woche die TUI keine Flüge nach Bangkok starten werde. Da es keine Einschränkungen im Flugverkehr wegen der isländischen Vulkanasche mehr gebe, gebe es auch keine Ausfälle für Rückflüge nach Deutschland. Ansonsten verweist die TUI auf die Reisebüros, die immer aktuell ins Bild gesetzt werden.
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