Hausärzte mal einladen

Hausarztmangel. Danke, dass Sie immer wieder das Thema des Hausarztmangels auf dem Land aufgegriffen haben. Leider muss ich feststellen, dass in allen Forumsgesprächen wie zuletzt in Bestwig, immer wieder auf Hausärzte als Gesprächspartner verzichtet wird. Wieso eigentlich? Wenn es den Hausarztmangel gibt, könnten doch die verbliebenen Hausärzte den Politikern und Lenkern erklären, was ihren Arztberuf so unattraktiv macht, dass ihn keiner mehr ergreifen möchte.


Oder hat da jemand der Bürokraten Angst, man könnte sie auf eigenes Versagen hinweisen? Die Hausärzte des Kreises (auch ich) hatten nicht einmal eine Einladung zu dieser Veranstaltung in Bestwig mit u.a. den Herren Laumann und Müntefering erhalten.


Des Weiteren möchte ich eine Zahl korrigieren. In Winterberg ist die Hausarztzahl geringer als von Ihnen recherchiert. Hier arbeiten nur noch acht statt wie von Ihnen errechnet zehn Hausärzte. Im einzelnen sind dies die Dres. Fr. Lange (Züschen), die Herren Nieswand, Brinkmann, Krause, Schuster , Taberski und Fr. Merznich (Winterberg), sowie Mihalić (Siedlinghausen). Die von Ihnen wahrscheinlich mitgezählten Dr. Bankstahl (Praxisschließung Mai 2014) und Dr. Wiegand (Praxisschließung Dezember 2014) sind in ihren wohlverdienten Ruhestand ausgeschieden.


Schlussfolgerung: Die Versorgung mit Hausärzten beträgt auch nicht über 12 Prozent wie im Artikel berechnet, sondern weniger.


Dr. med. Rikardo Mihalić