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Hallenberger Aufzug-Hersteller Hebo durch Kauf gerettet

26.03.2016 | 10:45 Uhr
Hallenberger Aufzug-Hersteller Hebo durch Kauf gerettet
Dank des neuen Investors der Firma Hebo Industries wird es auch künftig Aufzüge "made in Hallenberg" geben.Foto: Rita Maurer

Hallenberg.   Die Firma Hebo Industries ist gerettet. Die Dussmann Group, Multidienstleister mit Sitz in Berlin, hat das Hallenberger Unternehmen erworben.

Der Kauf wurde zum 23. März mit Zustimmung des Gläubigerausschusses wirksam. Dussmann übernimmt alle Vermögensgegenstände, Mitarbeiter und Verträge und führt die Geschäfte unter dem Namen Hebo Aufzugstechnik GmbH fort.

Langfristiges Invest angekündigt

„ Ich bin sehr froh, dass der Betrieb vor Ort weiter geführt wird. Der neue Investor passt perfekt zu uns“, sagte Frank Hesse, alter und neuer Geschäftsführer von Hebo Industries. Da die Firma Dussmann selbst im Facility-Management tätig und damit auch für Aufzüge verantwortlich sei, könnten künftig bundesweit entsprechende Aufträge in Hallenberg bearbeitet werden. „Das ist eine absolut zufriedenstellende Entwicklung. Es wurde ein leistungsstarker Partner gefunden, der deutlich gemacht hat, dass er ein langfristiges Invest sucht“, sagte auch der Marsberger Rechtsanwalt Wilfried Pohle der Westfalenpost. Viel Zeit für einen erfolgreichen Abschluss sei nicht mehr gewesen. Seit Januar seien nur noch Restaufträge abgearbeitet worden. „Wären die Verhandlungen jetzt nicht erfolgreich abgeschlossen worden, hätte die Gefahr bestanden, dass das Werk stillgelegt werden muss.“

Das Insolvenzverfahren am Amtsgericht Arnsberg war am 2. November 2015 eröffnet und Pohle zum Insolvenzverwalter bestellt worden . „Der überwiegende Teil der Arbeitsplätze bleibt erhalten“, so Pohle. Es wurden fünf Kündigungen ausgesprochen, ein weiterer Mitarbeiter verließ das Unternehmen. Am Standort Hallenberg beschäftigt die Hebo Aufzugstechnik GmbH jetzt 37 Mitarbeiter.

Die Firma wurde 1 972 gegründet und gehörte zwischen 1986 und 1999 zur Firma Otis. Mitte 1999 trat Hebo aus dem Otis-Verbund aus und produzierte seitdem unter dem Namen Hebo Industries.

Unter anderem hatten die Hallenberger seit 1999 Aufzüge vorwiegend für die Firma Otis für das Sony Center am Potsdamer Platz in Berlin, den ICE-Fernbahnhof in Frankfurt und Dresdener Landtag produziert.

Durchatmen in Hallenberg

Dass die Dussmann-Gruppe in einem so genannten Asset-Deal, bei dem Wirtschaftsgüter wie Grundstücke, Gebäude oder Maschinen als Rechtsnachfolger übertragen werden, die Geschäfte übernimmt, sei dem Zufall geschuldet. Das Berliner Unternehmen habe gute geschäftliche Kontakte in der Branche und sei zuversichtlich durch diese Beziehungen schnell neue Aufträge akquirieren zu können. Das Hebo-Werk in Hallenberg entwickelt und konstruiert Personen- und Lastenaufzüge.

Für den Ort Hallenberg ist der erfolgreiche Abschluss ein Grund zum Durchatmen. Fast zeitgleich mit der Insolvenz von Hebo hatte die Firma Kusch einen harten Restrukturierungskurs angekündigt. Anfang März hatte der Möbelhersteller dann verlautbart, Werksteile zu schließen und künftig mehr Teile zukaufen zu wollen. 30 bis 40 der 300 Mitarbeiter sollen entlassen werden.

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Boris Schopper, Rita Maurer

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2016-03-26 10:45
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