Häusle-Bauer sorgen für gutes Kreditgeschäft

Was wir bereits wissen
Der Traum von den eigenen vier Wänden – dank der extrem niedrigen Zinsen wird er für viele Sauerländer wahr. Die Häusle-Bauer freut’s und auch die Sparkasse Hochsauerland profitiert.

Bestwig/Brilon..  Denn die Wohnungsbaufinanzierungen sind ein wichtiger Teil des Kreditgeschäfts, das im vergangen Jahr mit 1,041 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreicht hat. Und das ist nicht der einzige Rekord in der gestern veröffentlichten Bilanz für des Jahr 2014. Erstmals hat das Gesamtkundenvolumen der Sparkasse Hochsauerland die Zwei-Milliarden-Marke-geknackt.

Über das Wachstum trotz schwieriger Zeiten freut sich der Sparkassen-Vorstand. Das Geld ist günstig wie nie zuvor, doch das macht sich nicht nur positiv bemerkbar: „Die Niedrigzins-Phase geht klar zu Lasten der Sparer“, betont der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hochsauerland, Peter Wagner.

Trotz des historischen Zinstiefs standen sichere Anlageformen bei den Sauerländern weiter hoch im Kurs. Der Sparkasse Hochsauerland ist es gelungen, die Kundeneinlagen mit 764 Millionen Euro konstant zu halten. Und so beließen trotz fehlender Zinsanreize die heimischen Sparer ihr Erspartes auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten.

Auf der Suche nach lukrativeren Möglichkeiten entschieden sich deutlich mehr Kunden für den Kauf von Wertpapieren. Mit 197 Millionen Euro und einem Zuwachs von 10,6 Prozent kletterte der Depot-Bestand auf einen bis dahin noch nicht erreichten Wert und über dem allgemeinen Trend. „Die Entwicklung beweist, dass unsere Kunden uns ihr Vertrauen schenken“, weiß Sparkassendirektor Konrad Lenze.

Geschäft mit Provisionen

„Wir müssen uns auch nach neuen Geschäftsmodellen umsehen“, erklärt Bernhard Hohmann, Leiter Marketing. Zum Beispiel Provisionen, die von der hauseigenen Versicherungsagentur oder der Immobilienabteilung des Instituts erwirtschaftet werden. 114 Objekte in einem Gesamtwert von elf Millionen wechselten über diesem Weg den Besitzer. Mit neuen Bausparverträgen hat die Sparkasse das Niveau der Vorjahre von 26 Millionen gehalten. Die eigene Versicherungsagentur hat im vergangenen Jahr Lebensversicherungen in Höhe von 25 Millionen Euro vermittelt – trotz sinkender Attraktivität der klassischen Vorsorge. Die beliebte Variante der Einmalzahlung bietet rund 2,5 Prozent höhere Zinsen als die Variante mit Monatszahlungen.

Nachwuchskräfte

Die Sparkasse Hochsauerland beschäftigt insgesamt 264 Mitarbeiter, davon 23 in ihren fünf Filialen in der Gemeinde Bestwig. 27 Jugendliche befinden sich in der Ausbildung. Mit dem fast zehn Prozent hohen Anteil an Auszubildenden wolle man junge Kräfte in der Region halten. Mit insgesamt 26 Filialen setzt die Sparkasse auf Nähe: Schließungen sind für das laufende Jahr laut Hohmann nicht geplant - auch nicht in der Gemeinde Bestwig.

Spenden verteilt

„Wir verstehen uns als Partner der Unternehmen und Förderer der Region und sind stolz darauf“, betont Sparkassendirektor Ulrich Dolle. Spenden in Höhe von rund 500 000 Euro hat die Sparkasse im vergangenen Jahr an Vereine und gemeinnützige Institutionen verteilt.