Grundschule Scharfenberg als Lösung für Raumproblem?

Brilon..  Soll vorübergehend in der Grundschule Scharfenberg ein Teilstandort der Briloner Roman-Herzog-Schule untergebracht werden? Mit dieser Frage befasst sich am heutigen Montag um 17 Uhr der Kreisschulausschuss. Er tagt in der Fachhochschule Meschede. Hintergrund: Die Förderschule des Hochsauerlandkreises für emotionale und soziale Entwicklung platzt aus allen Nähten. Und der Raumbedarf wird sich bis 2020 kaum verringern. Das zeigen die Zahlen der Schülerentwicklung.

An- und Erweiterungsbauten

1998/99 wurde die Schule in Brilon für 114 Schüler und 14 Lehrkräfte gebaut. 2006/07 gab es einen Anbau und damit eine Erweiterung der Kapazitäten auf 154 Schüler. Aber auch das reichte wegen steigender Schülerzahlen nicht aus. U. a. wurde eine weitere Klasse auf dem Gelände der Jugendhilfe Olsberg errichtet, zwei Klassen wurden in Containern auf dem Schulhof unterrichtet und zwei weitere Klassen werden inzwischen im Berufskolleg Brilon beschult. Zurzeit hat die Roman-Herzog-Schule 216 Schüler, die von etwa 100 Personen betreut werden.

Als eine mögliche Lösung dieses Raumproblems ist eine vorübergehende, drei bis fünfjährige Nutzung der Grundschul-Räumlichkeiten in Scharfenberg im Gespräch. Der Kreis als Träger hat bei der Stadt Brilon bereits nachgefragt, Dort wurde im Haupt- und Finanzausschuss signalisiert, dass eine Anmietung für ein Jahr möglich sei.

Bis zum Beginn des Schuljahres 2016/17 soll eine Anschlusslösung erörtert werden. Die Stadt Brilon hat laut Kreisvorlage zur heutigen Sitzung eine mögliche Nutzung des Grundschulgebäudes in Altenbüren in Aussicht gestellt. Sollte es zu einem Umzug der Oberstufe in die Grundschule Scharfenberg kommen, müssten u. a. dringend benötigte Räume (z. B. Waschraum für psychisch kranke Schüler) bereitgestellt werden.