Großes Lob für eine Vollblutmusikerin

Alme..  Mit einem stimmungsvollen Jahreskonzert in der Gemeindehalle verabschiedeten die „Original Almertaler“ nicht nur das Jahr 2014, sondern auch ihre langjährige Dirigentin Rita Vogt.

Nach 31 Jahren am Dirigentenpult reichte die Vollblutmusikerin den Taktstock an André Häger, einen jungen Musikkollegen aus den eigenen Reihen, weiter. Kaum hatte Rita Vogt ihren letzten Marsch, den „Seyffertitz Marsch“ dirigiert, erhob sich der ganze Saal und bedankte sich mit stehendem Applaus. Doch so ganz geht sie ja dann doch nicht, denn ihr Platz in der Trompetenriege der Almer ist bereits reserviert. Auch sonst wird sie dem Verein weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Welchen Stellenwert Rita Vogt in der Blasmusikszene in Alme und Umgebung hatte, wurde in der Ansprache des 1. Vorsitzenden des Musikvereins, Bernhard Bokelmann, noch einmal mehr als deutlich. Über viele Jahre habe sie wie kein anderer die musikalische Entwicklung des Orchesters geprägt und zu einem Aushängeschild des Ortes gemacht. Unzählige Konzerte, Festzüge und Tanzabende, Gottesdienste sowie viele andere Höhepunkte habe der Musikverein Alme mit seiner Dirigentin Rita Vogt in dieser Zeit erlebt.

Heinz Borgstädt, stellvertretender Kreisvorsitzende des Volksmusikerbundes, lobte ihr Engagement (siehe Kasten) und bezeichnete die Blasmusik als einen der wichtigsten Kulturträger der hiesigen Region und meinte: „Ein Dorf, das keine Musik hat, ist eigentlich kein richtiges Dorf.“ Anschließend überreichte er Rita Vogt in Anerkennung um ihre großen Verdienste um die Volksmusik die goldene Dirigentennadel des VMB und den Landesehrenteller.

Auftakt mit Jugendorchester

Trotz aller Lobeshymnen kam die Blasmusik nicht zu kurz. Da auch bei den „Original Almetalern“ die Nachwuchsarbeit groß geschrieben wird, gehörte das Podium zum Auftakt dem Jugendorchester unter der Leitung von Volker Hammer. Für das „Allegro gracioso“, „The Best of Queen“ und „Gabiellas Song“ gab es viel Beifall vom sachkundigen Publikum.

Nicht nur die „Festival Fanfare for Christmas“, Melodien aus dem Musical „Das Phantom der Oper“ und der „Regimentsgruß“ wurden anschließend zu einem musikalisches Erlebnis - abgerundet von „Pomp an Circumstances“ und der Polka der „Böhmische Spatz“, die aus der Feder vom Komponisten Freek Mestrini stammt.

Dann überreichte Rita Vogt den Dirigentenstab an André Häger: Beim Finale mit „Feuerfest“, dem „Hornfestival“ und „O Vitinho“ folgte der Beweis, dass er bereit ist, in ihre Fußstapfen zu treten. aj

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