Großes Konzertprogramm in vier Städten
31.03.2008 | 18:17 Uhr 2008-03-31T18:17:00+0200
Olsberg. Die Weltspitze des Gesangs gastiert im Hochsauerland.
Vom 6. bis 28. April gehen die „Stimmakrobaten” zum dritten Mal in Hallenberg, Medebach, Olsberg und Winterberg über die Bühne. Gestern wurde im Center Parcs Medebach das Programm vorgestellt.
„Sagen Sie mal. Heute sind schon soviele Leute hier rein gefahren. Alle wollen zu irgendwelchen ,Stimmakrobaten'. Was ist das eigentlich?” Dem freundlichen Parkwächter in Medebach kann geholfen werden. Zum dritten Mal veranstalten die vier Städte mit Unterstützung der Sparkasse Hochsauerland, des Landes NRW und „Das Örtliche” ein Gesangsfestival, das Mut zum eigenen Umgang mit der Stimme machen möchte. Als wichtige Kulturarbeit vor Ort, die erst dank einer Kräftebündelung und finanzieller Unterstützung von außen möglich sei, wertete Olsbergs Bürgermeister Elmar Reuter das Projekt, für das die Fäden bei „Olsberg Stadtmarketing” zusammenlaufen. „Wir wollten von Anfang an unser eigenes Potenzial einbringen. Das wird uns besonders mit dem Abba-Konzert gelingen”, sagte Reuter. Am 28. April, 19.30 Uhr, wird das Gesangssextett „Rajaton” gemeinsam mit 250 Schülern, jungen Tänzern und dem Sinfonieorchester des HSK die Hits der schwedischen Popgruppe in der Olsberger Konzerthalle aufführen. So sieht das Programm aus: Den Auftakt macht am Sonntag, 6. April, um 18 Uhr in der Stadthalle Hallenberg die schwedische Gesangsgruppe „baSix”. Musikalisch darf man sich auf Pop, Jazz und Rock freuen. „baSix” treten außerdem am 7. April, 19.30 Uhr, im Kolpinghaus Siedlinghausen auf und geben dort auch einen Schüler-Workshop. Mit dem Knabenchor Hannover kommt am 13. April, 17 Uhr, ein „Echo-Klassik-Preisträger” in die Winterberger St.-Jacobus-Kirche. Für die Welterst-Einspielung der geistlichen Vokalmusik „Verleih uns Frieden” erhielt der Chor den Preis in der Kategorie „Chorwerk-Einspielung des Jahres”. Hits von Supertramp, Pink Floyd und Queen haben „Rock4” am 20. April, 18 Uhr, beim Konzert im Medebacher Schulzentrum im Gepäck. „Timeless” heißt das Programm mit Rockmusik in neuen Bearbeitungen. Für zunächst drei Jahre haben Kommunen und Sponsoren Mittel für die „Stimmakrobaten” bereitgestellt. Die wären damit aufgebraucht. Was nun? „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass guten Ideen auch Geld folgt”, meinte Kreiskulturamtsleiter Georg Scheuerlein. Hans-Jürgen Karich von der Bezirksregierung sagte, er könne dem Landeshaushalt nicht vorweggreifen. Da in NRW aber großer Wert auf Kulturförderung im ländlichen Raum gelegt werde, könne er sich gut vorstellen, dass das Projekt weiter bedacht werde. Auch Ulrich Dolle, Sparkassenvorstand, erklärte, Kultur sei ein wichtiger weicher Standortfaktor. Man sei von der Grundidee nach wie vor begeistert und stehe einer Förderung generell positiv gegenüber. Die vier Bürgermeister der beteiligten Städte sagten uniso, dass es einen Schritt zurück nicht geben dürfe. Heinrich Nolte regte an, im Rahmen der Leader-Förderung alle sechs Altkreisstädte ins Boot zu holen. Werner Eickler meinte, man dürfe qualitativ keinesfalls Abstriche machen. Michael Kronauge: „Einige Chöre stehen auf der Liste der bedrohten Arten. Wir dürfen jetzt nicht aufhören.”
0mitdiskutieren