Große Mitgift in kommunale Ehe eingebracht

Scharfenberg..  Alle zwei Jahre ist es wieder soweit. Neben der Vorfreude auf das Fest des Jahres wächst auch die Anspannung, wenn innerhalb des Schützenfestes (29. Mai bis 1. Juni) zum Scharfenberger Waldbegang - in diesem Jahr am Samstag, 30. Mai - eingeladen wird.

Ortsverein und Schützenvorstand sind wieder gemeinsam mit Förster Franz-Josef Schenuit die Strecke abgegangen, um im Wald nach dem Rechten zu sehen und ggf. noch Befestigungs- oder andere Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen.

In der Woche vor Schützenfest ist dann jeden Abend großes Reinemachen und Vorbereiten auf dem Lagerplatz an der Besenbinderhütte. Wer mithelfen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen.

Ausmarsch zum Scharfenberger Waldbegang ist am Samstag, 30. Mai, um 9 Uhr. Gegen 11 Uhr ist Eintreffen am Frühstücksplatz und um 14 Uhr am Lagerplatz. Um 19 Uhr erfolgt dann der Rückmarsch vom Lagerplatz ins Dorf.

Waldfee mit von der Partie

Die amtierende Briloner Waldfee ist in diesem Jahr ein echtes Scharfenberger Mädchen. Kira Böddicker, Jungschützenkönigin 2010 – 2012, vertritt die Stadt Brilon und damit auch das Dorf in ganz Europa, was die Scharfenberger stolz und glücklich macht.

Tradition

Nach einigen Einsätzen in Brilon wird die Waldfee in offizieller Funktion am Waldbegang teilnehmen, um dann am Schützenfestmontag mit großer Delegation nach Estland zu reisen, um dort die Stadt des Waldes zu vertreten.

In diesem Jahr ist es übrigens der 23. Waldbegang in Scharfenberg. Seit über 40 Jahren erinnern sich die Bürger mit den Gästen und Nachbarn an die Bedeutung, die der Wald für Scharfenberg und seine Bewohner in der Vergangenheit hatte und in der Gegenwart hat.

Gut Scharfenberg

Zur Erinnerung: 1853 übernahm die Gemeinde Scharfenberg das 1835 durch 67 Scharfenberger Bürger ersteigerte „Gut Scharfenberg“. Mit der Gemeindereform 1975 ging dieser Scharfenberger Wald quasi als Mitgift in den Besitz der Stadt Brilon und damit in die kommunale Ehe über.

„Wald, auf den die Scharfenberger heute noch stolz sind, der der gesamten Stadt wirtschaftlich nutzt, der aber immer „Scharfenberger Wald“ heißen wird“, so Ortsvorsteher Klaus Götte.