Grenzenloses Fahrrad-Vergnügen

In Medebach wurde die GeoRadroute Ruhr-Eder wurde am Freitag offiziell eröffnet.
In Medebach wurde die GeoRadroute Ruhr-Eder wurde am Freitag offiziell eröffnet.
Foto: Ralf Hermann
Was wir bereits wissen
Der Ruhrtal-Radweg ist eine Erfolgsgeschichte, die Radweg-Verbindung von Winterberg über Hallenberg bis zum Edersee über größtenteils alte Bahntrassen ebenfalls. Was fehlte, war bisher schlicht ein Radrundweg, der nicht nur das Ruhr- und das Edertal verbindet, sondern auch das Hochsauerland mit dem Waldecker Land und dabei Ländergrenzen überschreitet. Jetzt gibt es ihn, denn gestern Vormittag wurde die „GeoRadroute Ruhr-Eder“ im Medebacher Rathaus eröffnet.

Altkreis/Medebach..  Der Ruhrtal-Radweg ist eine Erfolgsgeschichte, die Radweg-Verbindung von Winterberg über Hallenberg bis zum Edersee über größtenteils alte Bahntrassen ebenfalls. Was fehlte, war bisher schlicht ein Radrundweg, der nicht nur das Ruhr- und das Edertal verbindet, sondern auch das Hochsauerland mit dem Waldecker Land und dabei Ländergrenzen überschreitet. Jetzt gibt es ihn, denn gestern Vormittag wurde die „GeoRadroute Ruhr-Eder“ im Medebacher Rathaus eröffnet.

Für die Hansestadt ein ganz besonderer Moment. „Schließlich waren wir bisher ein weißer Fleck auf der Landkarte der Radwege“, so Bürgermeister Thomas Grosche. Auch Boris Ege, Direktor im Center Parcs mit über 700 000 Übernachtungen im Jahr, freute sich über das neue Angebot für seine Gäste. „Wir haben eine große Nachfrage nach Familienrouten. Bisher konnte ich das Thema nicht bedienen. Je konkreter das Angebot ist und mit Informationen sowie Fakten unterlegt ist, desto besser wird es angenommen“, so Ege.

2000 Höhenmeter zu überwinden

Dies wird insbesondere Ludwig Rasche gerne hören. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Sauerland-Radwelt, der das Projekt federführend umgesetzt hat, betonte gestern die große Bedeutung des Radtourismus für die Wertschöpfung in der Region. „Wir schaffen damit Infrastruktur für die Orte und die Einheimischen, nicht nur für die Touristen“, so Rasche.

Die GeoRadroute verläuft auf 210 Kilometern Strecke zwischen dem Ruhrtal und dem Edertal. Insgesamt sind rund 2000 Höhenmeter zu bewältigen. „Dies hört sich viel an, ist es aber nicht“, so Daniel Wegerich von der Sauerland-Radwelt, der das rund 40 000 Euro teure Projekt federführend mit seinem Team umgesetzt hat. Wegerich, Grosche, Rasche und der Chef des Sauerland-Tourismus, Thomas Weber, lobten gestern unisono die reibungslose und gute Zusammenarbeit aller Projekt-Beteiligten.

Ein Internet-Auftritt, Flyer, das Logo sowie die einheitliche Beschilderung auf der gesamten Runde stehen unter anderem für den hohen Qualitäts-Anspruch.

Eine Reise durch den Geopark

Radler, die ihre Tour in Winterberg beginnen, fahren bis Olsberg auf einem Teilstück des Ruhrtal-Radwegs. Weiter geht es dann über Brilon nach Willingen, um über Medebach, Lichtenfels und Korbach an den Edersee zu gelangen. Zwischen Korbach und Waldeck folgt der Weg der ehemaligen Bahntrasse des Ederseebahn-Radwegs bis Waldeck. Entlang des Edersees fahren die Radler dann über Edertal und Vöhl auf dem Eder-Radweg nach Frankenberg (Eder). Bei Allendorf (Eder) verlässt die Route das Edertal und folgt der ehemaligen Bahntrasse über Bromskirchen und Hallenberg zurück zum höchsten Punkt nach Winterberg.

Außerdem nimmt die Route die Fahrradfahrer mit auf eine Reise durch den Geopark GrenzWelten. Unter dem Motto „GrenzWelten – WeltenGrenzen“ macht der Geopark seinen Besuchern anschaulich, wie Geologie und Landschaft zusammenhängen und wie Mensch und Natur zusammenspielen. „Geologie ist eine spannende Sache, die Heimatbünde helfen gerne weiter mit, dass die Route noch interessanter wird“, versprach Horst Frese, Vorsitzender der Heimatbünde, auch im Namen der ausgebildeten Geoparkführer.