Gotthilf Fischer trägt sich ins Ehrenbuch der Stadt Olsberg ein

Olsberg..  „Musik ist stark“, sagt Gotthilf Fischer - und wie stark sie ist, dafür hat der Musiker, dessen Name wie kein zweiter in Deutschland mit dem Chorgesang verbunden ist, sofort zahlreiche Beispiele parat: Etwa vom Auftritt mit mehreren hundert Sängern beim damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, bei drei Päpsten oder auch beim legendären Jerusalemer Bürgermeister Teddy Kollek, mit dem der Chorleiter über die Liebe zu Johann Strauß sofort eine gemeinsame Sprache fand. Jetzt war Gotthilf Fischer im Olsberger Rathaus zu Gast, um sich bei seinem „Namensvetter“ - Bürgermeister Wolfgang Fischer - ins Ehrenbuch der Stadt Olsberg einzutragen.

„Akkus auftanken“

Gotthilf Fischer begeisterte seine Gastgeber mit beeindruckenden Erinnerungen aus einem musikalisch wie auch an Erlebnissen reichen Leben. Deutlich wurde dabei auch, dass Musik eben nicht nur im Rampenlicht der „großen Bühne“ wirkt - etwa dann, wenn Gotthilf Fischer von einem Sänger aus einem seiner Chöre berichtet. Dieser Mann hatte im 2. Weltkrieg drei seiner Söhne verloren - „nur der Gesang hat ihm wieder Mut und Lebenskraft gegeben“, so Gotthilf Fischer.

In Olsberg ist der auch mit seinen 87 Jahren noch vielbeschäftigte Chorleiter regelmäßiger Gast, um seine „Akkus aufzutanken“, wie er selbst sagt. Ganz von der Musik las-sen kann er aber auch hier nicht: Er lädt alle Mitmenschen mit Freude am Gesang zu einem „Dämmerschoppen“ mit offenem Singen in die Aslan Kurpark Villa in Olsberg ein. Beginn ist am Freitag, 20. Februar, um 16.30 Uhr. Wer mitsingen möchte, ist willkommen - und ebenso zu der Entdeckung, wie stark Musik sein kann.