Gesunder Wald bringt gutes Wasser

Forst- und Wasserwirtschaft wollen im Sauerland künftig verstärkt zusammenarbeiten. Vorne von links: Forstdirektor Günter Dame (Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberg), Thomas Kroll (Stadtwerke Arnsberg), Forstdirektor Edgar Rüther (Regionalforstam Soest-Sauerland). hinten von links: Robert Dietrich (Hochsauerlandwasser), Jürgen Schwarberg (Stadtwerke Sundern) und Forstdirektor Hans von der Goltz (Regionalforstamt Oberes Sauerland)
Forst- und Wasserwirtschaft wollen im Sauerland künftig verstärkt zusammenarbeiten. Vorne von links: Forstdirektor Günter Dame (Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberg), Thomas Kroll (Stadtwerke Arnsberg), Forstdirektor Edgar Rüther (Regionalforstam Soest-Sauerland). hinten von links: Robert Dietrich (Hochsauerlandwasser), Jürgen Schwarberg (Stadtwerke Sundern) und Forstdirektor Hans von der Goltz (Regionalforstamt Oberes Sauerland)
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Wenn der Wald gesund ist, wirkt sich das positiv auf die Qualität des Trinkwassers aus. Das wurde bei einem Waldspaziergang deutlich, zu dem Forstämter und Wasserversorger im HSK gemeinsam eingeladen hatten.

Elpe..  Wasserhahn auf und schon sprudelt sauberes Trinkwasser heraus - für uns hier im Sauerland ist das eine Selbstverständlichkeit. Und damit das auch in Zukunft so bleibt, wollen Wasserversorger und Forstämter im Hochsauerlandkreis künftig stärker zusammenarbeiten. Bei einem Waldsparziergang machten sie deutlich, wie wichtig ein gut funktionierendes Ökosystem Wald für unser Trinkwasser ist.

Forstdirektor Edgar Rüther, Leiter des Regionalforstamtes Soest-Sauerland, erklärt beim Rundgang durch ein Privatwaldgebiet zwischen Gevelinghausen und Elpe, was hier getan wird, damit der Wald gesund ist, damit am Ende die Wasserqualität stimmt. Um die Filterwirkung des Bodens zu erhalten, wird dort das flächige Befahren des Waldes vermieden. Dafür gibt es extra Rückegassen. Angewandt werden Methoden und Techniken, die den Boden möglichst wenig belasten, so der Forst-Fachmann. Außerdem werde auf den Einsatz von Dünge- und Pflanzenmitteln verzichtet. Hervorgehoben wurde auch die Bedeutung eines Mischwaldes mit für die Region typischen Baumarten.

Forstdirektor Hans von der Goltz, Leiter des Regionalforstamtes Oberes Sauerland, erklärt: „Wenn einmal ein Trecker über Waldboden fährt, dauert es 50 Jahre, bis er wieder regeneriert ist.“ Und mit Blick auf Weihnachtsbaumkulturen machte er deutlich, dass sie nicht generell problematisch seien, „aber an einigen Stellen aus Wasser- und Bodenschutzgründen nicht hin gehören.“

Nachhaltige Bewirtschaftung

Günter Dame (Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberg) machte deutlich, wie wichtig eine nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege unserer Wälder als Vorsorge für eine langfristig hohe Rohwasserqualität und auch die Trinkwassermenge unerlässlich sei; gerade mit Blick auf den Klimawandel.

Die Trinkwasserversorger im HSK, vor Ort vertreten durch Robert Dietrich (Hochsauerlandwasser), Thomas Kroll (Stadtwerke Arnsberg) und Jürgen Schwarberg (Stadtwerke Sundern), erklärten: „Kahlschläge, Monokulturen sowie die Umwandlung von Wald in andere Nutzungsarten sollten vermieden werden, da sie zu erhöhten Nähr- und Trübstoffeinträgen in die Gewässer führen können.“

Ein schönes Wanderziel in dieser Gegend ist - passend zum Thema Wald und Wasser - die Plästerlegge, ein natürlicher Wasserfall unterhalb von Bestwig-Wasserfall. Ein idyllischer Platz mitten im Naturschutzgebiet.