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Geplante Nabbucco-Aufführung im Kreishauspark: BWT will Erstattung der Aufwendungen

26.08.2009 | 19:01 Uhr
Geplante Nabbucco-Aufführung im Kreishauspark: BWT will Erstattung der Aufwendungen

Brilon. Die Absage der Open-Air-Oper „Nabucco” durch den Tourneeveranstalter (wir berichteten) will die Brilon Wirtschaft und Touristik (BWT) nicht so einfach hinnehmen.

„Dies hat nicht nur dem Kulturstandort Brilon einen erheblichen Imageverlust gebracht. Auch unsere Aufwendungen waren beträchtlich, so dass wir Regressforderungen stellen”, teilte gestern BWT-Geschäftsführer Wilfried Stockebrand mit.

Zur Erinnerung: Das Konzert war wenige Tage vor der Aufführung (23. August) mit der Begründung abgesagt worden, dass im Vorverkauf zu wenig Karten abgesetzt worden seien. Die Aktiv Event aus Bad Köstritz, die das Konzert vor Ort organisieren wollte, hatte in ihrer schriftlichen Absage auf den Tourneeveranstalter, die K-Promotion Produktions- und Veranstaltungs GmbH, verwiesen, „der die Zusage für das Gastspiel in Brilon zurückgezogen hat”.

Fünf Tage vor der Absage, so Stockebrand, sei bei einem Pressegespräch noch erklärt worden, dass das Konzert auf jeden Fall stattfinden würde, auch wenn der Kartenverkauf nicht optimal liefe. „Wir haben daraufhin immer wieder erklärt, dass wir mit der Abendkasse die 500er Grenze sicher überschreiten würden.”

Doch in den schwachen Vorverkaufszahlen liegt laut BWT-Geschäftsführer nicht der eigentliche Grund. „Wir haben zufällig erfahren, dass das Ensemble am Montag, 24. August, um 20 Uhr in Weingarten in Baden-Württemberg aufgetreten ist. Die Entfernung zwischen Brilon und Weingarten beträgt 560 km. Das wäre mit Ab- und Aufbau logistisch gar nicht zu bewältigen gewesen und musste zwangsläufig zum Aus für Brilon führen”, meint Stockebrand.

Und noch etwas ärgert ihn maßlos. „Wir mussten Sonntag Personal abstellen, um am Kreishauspark Schilder mit der Absage anzubringen. Da waren um 18 Uhr schon 20 bis 30 Besucher, die teilweise von weit angereist waren und noch nichts von der Situation wussten. Die waren kaum zu beruhigen und wollten ihr Geld zurückhaben. Da ist unser Mitarbeiter Thomas Mester in einigen Fällen sogar noch in Vorkasse getreten.”

Für Stockebrand steht außer Frage, dass der örtliche Veranstalter, die Aktiv Event, auch das wirtschaftliche Risiko im Falle einer Absage tragen muss. „Daher werden wir der Agentur Aufwendungen in Höhe von 2240 Euro in Rechnung stellen.” Dazu gehören u.a. Personalaufwand für Ortstermine und Abstimmungen mit dem Veranstalter, für den Bauhof Brilon, Elektriker, Ordnungsbehörde, Caterer, DRK und Bauzaunfirma.

Für Stockebrand steht fest: Eine weitere Zusammenarbeit ist in Zukunft undenkbar.

Bernd Sangermann

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