Gemeinsames Ziel: Zusammenarbeit vertiefen

Teilnehmer am Wissenstransfer zwischen den gerontopsychiatrischen Stationen der LWL-Klinik Marsberg und dem DRK Seniorenzentrum „Haus am Bomberg“.
Teilnehmer am Wissenstransfer zwischen den gerontopsychiatrischen Stationen der LWL-Klinik Marsberg und dem DRK Seniorenzentrum „Haus am Bomberg“.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Austausch der gerontopsychiatrischen Stationen der LWL-Klinik Marsberg mit dem DRK Seniorenzentrum „Haus am Bomberg“.

Marsberg..  Die gerontopsychiatrischen Stationen der LWL-Klinik Marsberg und das DRK Seniorenzentrum „Haus am Bomberg“ trafen sich kürzlich zu einem informativen Wissenstransfer. Hildegard Bartmann-Friese, Pflegedirektorin der LWL-Klinik und Claudia Artz, Einrichtungsleiterin des DRK Seniorenzentrums, regten bei dem Besuch in der Marsberger LWL-Einrichtung an, ihre enge Zusammenarbeit zu vertiefen.

Anregende Einblicke

„Schon lange bedeutet Pflege nicht mehr nur Körperpflege“, betonte Pflegedirektorin Bartmann-Friese in ihrer Begrüßung. Das zeigte sich dann auch in den anregenden Einblicken in ihre umfangreichen Leistungsspektren, die sich Psychiatrie und Seniorenzentrum gaben.

Nach einem Vortrag über die „Familiale Pflege“, ein Unterstützungsangebot der LWL-Klinik für pflegende Angehörige, stellten Mitarbeiter der gerontopsychiatrischen Stationen zudem LeiSA vor. Es handelt sich dabei um einen „Leitfaden für Seminare mit Angehörigen“, ein Präventionsangebot zur Stressbewältigung von Angehörigen von Demenzerkrankten. Der Wissenstransfer erfolgte aber nicht nur auf theoretischer Ebene. Einige Angebote der gerontopsychiatrischen Stationen wurden praktisch dargestellt und motivierten die Anwesenden zum Mitmachen und zum Erleben.

Dazu gehörten u. a. Bewegungsangebote für Hochaltrige. „Fit für 100“ und Sitzgymnastik bringen anscheinend nicht nur Senioren in Schwung. Auch die Teilnehmer der Veranstaltung kamen bei Sitztänzen und Übungen mit Gewichtmanschetten an den Beinen ins Schwitzen. Dabei kam der Spaß ebenfalls nicht zu kurz.

Mit allen Sinnen genießen konnten sie bei der Vorstellung der Genussschule. Bei diesem Angebot geht es darum, dass Patienten lernen, sich selber etwas Gutes zu tun, sich durch die Sinne an positive Erlebnisse erinnern und dadurch Ablenkung von Krankheitssymptomen erfahren.

Danach gab es Klangmassagen. Bei diesem Angebot wird der Körper durch Auflegen von Klangschalen, welche mit einem Schlegel stimuliert werden, in Schwingungen versetzt, die sich im ganzen Körper ausbreiten. Dies lud die Teilnehmer für einen kurzen Moment zum Entspannen und Verweilen ein. Akupressur und Akupunktur, die seit langer Zeit in der LWL-KIinik in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden, rundeten das Entspannungsangebot ab.

Im Anschluss stellte Peter Thiemann, stellv. Pflegedirektor der LWL-Klinik Marsberg, das erfolgreiche Konzept zur Sturzprophylaxe im gerontopsychiatrischen Bereich vor. Dadurch werden seit einigen Jahren in diesen Stationen keine Fixierungen mehr angeordnet und durchgeführt, freut sich Thiemann.

Unterstützungsangebote

Mit einem Rundgang durch die gerontopsychiatrische Station endete der Wissenstransfer.

Dabei betonten sowohl Claudia Artz als auch Hildegard Bartmann-Friese und alle Anwesenden den Wunsch, die Kooperationsgespräche fortzusetzen. In naher Zukunft gibt es bereits Treffen zum Unterstützungsangebot für pflegende Angehörige.