Gebürtiger Olsberger ab heute vor dem Kölner Landgericht

Die Figur "Justitia" des Gerechtigkeitsbrunnens auf dem Frankfurter Roemer.
Die Figur "Justitia" des Gerechtigkeitsbrunnens auf dem Frankfurter Roemer.
Foto: dapd
Was wir bereits wissen
Ein 52-jähriger Mann, der gebürtig aus Olsberg stammt, muss sich vor dem Kölner Landgericht verantworten. Ihm wird besonders schwere Vergewaltigung vorgeworfen.

Köln/Olsberg..  Seine Flucht endete am 29. September 2014 auf dem Parkplatz vor der Olsberger Konzerthalle. Der 52-Jährige saß bewusstlos in seinem Privat-Pkw mit Kölner Kennzeichen, neben ihm Medikamente und Alkoholika. In einem Abschiedsbrief hatte der gebürtige Olsberger seine Frau gebeten, in der Garage nachzuschauen. Dort fanden die gerufenen Polizeibeamten eine traumatisierte 17-Jährige, die der Wahl-Kölner entführt und missbraucht haben soll. Ab heute muss sich der 52 Jahre alte Inhaber einer Gartenbaufirma unter anderem wegen besonders schwerer Vergewaltigung vor dem Landgericht Köln verantworten.

Das Martyrium für die junge Frau hat zweieinhalb Tage gedauert, wie Gerichtssprecher Dr. Achim ­Heng­stenberg gegenüber dieser Zeitung bestätigt. Die 17-Jährige war ­offenbar auf dem Weg zu einer Party, als ihr späterer Peiniger sie abpasste. Die Schülerin kannte den Mann - ihre Mutter hatte früher in dem Gartenbaubetrieb geputzt. Unter einem Vorwand lockte er die Schülerin in sein Auto, fesselte und knebelte sie. Und er zwang sein Opfer, einen ­Motorradhelm mit abgeklebtem ­Visier aufzusetzen.

Fünf Verhandlungstage

Die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Köln hat bislang fünf Verhandlungstage bis zum 24. Februar festgelegt. Der mögliche ­Strafrahmen bei einer Verurteilung, so Gerichtssprecher Hengstenberg, beläuft sich zwischen 5 und 15 ­Jahren.