„Garant für die gute Zusammenarbeit“

Vor vielen Gästen sprach Bürgermeister Hülsenbeck beim Neujahrsemfpang der beiden Kirchengemeinden über seine Zukunftsversionen für Marsberg.
Vor vielen Gästen sprach Bürgermeister Hülsenbeck beim Neujahrsemfpang der beiden Kirchengemeinden über seine Zukunftsversionen für Marsberg.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die katholische und die evangelische Kirchengemeinde in Marsberg laden zu Beginn des neuen Jahres zum Neujahrsempfang ein.

Marsberg..  Tradition ist es längst. Die katholische und die evangelische Kirchengemeinde laden zu Beginn des neuen Jahres zum Neujahrsempfang ein. Gottesdienst und Feierstunde werden dann gemeinsam gefeiert. Einmal in der evangelischen Kirche und Gemeindehaus. In diesem Jahr in der Propsteikirche und der Alten Propstei. Ganz im Sinne der Ökumene. Und die Marsberger Ökumene nannte Bürgermeister Klaus Hülsenbeck beispielgebend für gute Zusammenarbeit. Auch für Kirche und Politik sei ein gutes Miteinander wichtig. Hülsenbeck: „Denn nur mit Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit lässt sich die Zukunft gestalten.“ Der erste Bürger der Stadt war diesmal als Festredner geladen. In seinem Impulsreferat ließ er seinen Visionen für die Zukunft Marsbergs freien Lauf.

„Am Gemeinwohl orientieren“

Die handelnden Personen der Kirchengemeinden nannte Hülsenbeck Garant für die gute Zusammenarbeit. Vom ersten Tag an in seinem neuen Amt hätte er sich gut aufgenommen gefühlt. Nicht nur in den Kirchengemeinden, dankte Hülsenbeck dafür. So gut wie Stadt und Kirche zusammenarbeiten würden, würden auch die Fraktionen im Stadtrat und die Verwaltung zusammenarbeiten. In der Sacharbeit hätten gemeinsame Lösungen Priorität. Natürlich müssten nicht immer alle gleicher Meinung sein. Hülsenbeck: „Schmutzkampagnen einzelner Personen werfen uns zurück, halten uns aber nicht auf.“ Wenn sich alle am Gemeinwohl orientierten, wachse die Stadt zusammen. Ein Beispiel dafür sei die große Hilfsbereitschaft nach dem Brand des Asylantenwohnheimes.

Auch das trage zum guten Image einer Stadt bei, ebenso die Einstellung der Menschen. Inklusion und Integration werde in Marsberg täglich gelebt. Die Stadt verfüge über den LWL, das Krankenhaus, Weltmarktführer und einen guten Mittelstand. Damit ihnen genügend Arbeitskräfte auch in der Zukunft zur Verfügung stehen, „müssen wir“, so Hülsenbeck, „für die Stadt werben, die Vorteile, wie erschwingliche Mieten, bekannter machen. Die Marsberger müssen anfangen, über ihre Stärken zu sprechen, anstatt sich an Dingen festzubeißen, die nicht so gut laufen.“

Chancen im Tourismus

In Sachen Stadtentwicklung gebe es viele individuelle Konzepte, aber kein Gesamtkonzept. Das Verkehrskonzept für die Innenstadt werde kontrovers diskutiert. Hülsenbeck lud alle ein, bei der Umsetzung zu helfen. Die Demografie sei kurzfristig nicht zu beeinflussen, lasse sich aber aktiv mitgestalten, indem zum Beispiel Straße und Plätze attraktiv gehalten und gestaltet würden. Kunden würden sich Beratergemütlichkeit in den Innenstädten zurückwünschen. Hülsenbeck: „Das ist eine Chance für Marsberg. Ein Risiko besteht darin, dass die handelnden Akteure dies nicht erkennen.“

Chancen sieht der Bürgermeister auch in der Wirtschaftsförderung und im Tourismus. Bauchschmerzen bereite ihm das Thema Windkraft.

Er hoffe, dass die Bezirksregierung die Bürger nicht im Stich lasse, das Landschaftsbild nicht zerstört werde und angerechnet werde, dass schon sehr viele Anlagen in der Nachbarschaft Richtung Paderborn und Hessen stehen. Wenn aber keine Windkraftzonen ausgewiesen würden, dürften fast überall welche gebaut werden.

Der Bürgermeister abschließend: „Den LWL, das Krankenhaus und die Weltmarktführer als sichere Arbeitgeber müssen wir alle hegen und pflegen. Sie sind für eine gute Stadtentwicklung unverzichtbar.“