Für wie dumm hält man uns?

Windkraft/Kommunalpolitik. Auf dem Mannstein zwischen Wulmeringhausen und Elpe soll ein Messmast für die Windenergieplanung aufgestellt werden. Das Gebiet ist Landschaftsschutzgebiet. In ihm besteht ein Bauverbot. Selbst die Größe von Hochsitzen ist reglementiert.
Es besteht rechtlich kein Anlass, das für einen Bauantrag notwendige kommunale Einvernehmen zu erteilen, solange eine Befreiung von den Beschränkungen des Landschaftsplans nicht erteilt ist. Gleichwohl wurde der für den Mast gestellte Bauantrag auf Vorschlag der Verwaltung „durchgewunken“ und das kommunale Einvernehmen erteilt. Das Ganze im einem parteiübergreifend Windenergiekartell auch mit den Stimmen, die sich im Kommunalwahlkampf gegen die Windräder auf unseren Kammlagen ausgesprochen haben. Selbst das gesetzliche zur Zeit bestehende Bauverbot kann das Windenergiekartell nicht bremsen. Wen interessieren denn Gesetze? Was wiegt schwerer? Was man dem Wähler verspricht oder die Fraktions- und vermeintliche Parteidisziplin. Insoweit gilt einmal mehr: Vor der Wahl versprochen ist nach der Wahl gebrochen! Entschuldigung, niemand hat versprochen, dass Messmaste nicht aufgestellt werden. Die Messung könne ja auch zur Feststellung führen, dass die Windernte zu gering sei. Es scheint einer unergründlichen Logik, Dreistigkeit oder Dummheit (?) zu entsprechen, dass man Messmaste für die Windradplanung im Landschaftsschutzgebiet zulassen will, damit Windräder nicht gebaut werden. Für wie dumm hält man uns im Rathaus?
Menno van der Meer,
Gasthaus Elpetal, Elpe