Für BOB Marley erfüllt sich ein Traum bei der Streetbob-WM

Streetbob-WM in Winterberg: Für Sieger BOB Marley und seine Fans hat sich ein Traum erfüllt.
Streetbob-WM in Winterberg: Für Sieger BOB Marley und seine Fans hat sich ein Traum erfüllt.
Foto: Volker Hartmann/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die vier Jungs vom BOB-Marley-Team aus Olsberg können ihr Glück kaum fassen. Als der erste Streetbob-Weltmeister auf der Winterberger Bühne bekannt gegeben wird, reißen Jan und Jonas Hengsbach, Kevin Kemp und Frederik Baumann jubelnd die Arme nach oben. Sie haben das Seifenkistenrennen gewonnen.

Winterberg.. Geschafft! Drei Studenten und ein Schüler aus Olsberg dürfen sich nun die ersten Streetbob-Champions nennen. „Da ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Unser Ziel war es, vorne mit dabei zu sein. Aber dass es sofort zum Titel reicht, das ist schon genial“, meint Teamsprecher Jan Hengsbach überglücklich. 1000 Euro dürfen die jungen Sportler von der Leichtathletikabteilung des TSV Bigge-Olsberg nun als Siegerprämie mit nach Hause nehmen.

Spannend bis zur letzten Sekunde macht es bei der Siegerehrung Moderator André Schweins, Mitglied der WP-Chefredaktion, der mit Witz und Sachverstand neun Stunden durch das Programm führt und auch als Entertainer eine sehr gute Figur abgeben würde.

Grund zum Feiern hat dann auch das Team Asten Lawine. Die Winterberger Lokalmatadoren schlagen sich ebenfalls prächtig und müssen sich am Ende nur um einen Wimpernschlag von 0,3 Sekunden geschlagen geben.

Asten Lawine das beste Winterberger Team

Schon im Vorfeld hatten die Jungs um Teamchef Jörg Hampel erklärt, dass ihnen der olympische Gedanke allein nicht reichen würde. Platz 1 sollte es werden. „Knapp verfehlt. Aber auch auf Rang 2 sind wir stolz. Und wir sind das beste Winterberger Team“, schmunzelt Hampel.

Das geht in Richtung Team Winterberg 1, das sich hinter Hale Bob Wittgenstein mit Platz 4 zufrieden geben muss. Aber der Reihe nach: Gegen Mittag steht der erste Wettbewerb am Bob-Rennsimulator an. Laut Auslosung ist der junge Toni Brieden vom Team Winterberg 1 (BSC und Skiklub) als erster Pilot an der Reihe.

Erstaunlich: Er schiebt den Bob nicht nur selbst an, sondern steuert ihn dann auch noch. Kein anderes Team verfolgt danach diese Strategie. Toni legt eine gute, aber keine sehr gute Zeit vor. Dann wird es turbulent. Einige Teams glänzen im Probelauf, patzen aber im Renndurchgang, einige gehen ganz cool an die Sache, andere sind sichtlich nervös. Gut, dass Wolfgang Cramer dabei ist. Er beruhigt, gibt Tipps und lobt die Leistungen. „Alles unter 1 Minute ist super.“ Diese Zeit unterbieten einige.

Hale-Bob-Team Wittgenstein sorgt für Paukenschlag

Für den ersten Paukenschlag sorgt das Hale Bob-Team Wittgenstein, das 55,08 Sekunden erreicht. „Den Piloten könnten wir gut beim BSC gebrauchen“, ruft ein Fan. Der Piraten HSK-Schlitten mit dem Briloner Piloten Florian Otto kippt aus der Kurve. Alles vorbei? „Macht nichts. Alle dürfen weiter fahren. Gibt nur ein paar Strafsekunden“, beruhigt Moderator André Schweins.

Besser machen es die Winterberger Volksbank Flitzer. Das einzige Damen-Team mit Sarah Simon an den Steuerseilen kommt gut durch. Dann ist Bob Marley an der Reihe. Jan Hengsbach schiebt, Kevin Kemp steuert. Bei 55,04 Sekunden bleibt die Uhr stehen. Jubel. Platz 1. Nun kommt die Asten Lawine und pulverisiert prompt die Zeit: 54,82. Absolute Bestzeit. Da kommt keiner mehr ran.

21 Streetbobs aus dem WP-Land liefern sich heiße Rennen

Auf der 300 m-Asphaltstrecke am Waltenberg liefern sich die 21 Streetbobs aus dem gesamten Verbreitungsgebiet der WP heiße Kämpfe. Mächtig Respekt haben alle vor der Rampe. Vier Meter gehts in die Tiefe. Schon nach dem zweiten Rennlauf zeichnen sich die Favoriten ab. Darunter drei heimische Teams. Lauf für Lauf holt Winterberg 1 mit den Olympioniken Günter Abel und Alois Schnorbus auf.

„Da ist noch mehr drin“, meint Schnorbus, der aus „physikalischen Gründen“ auf der für ihn ungewohnten Bremserposition sitzt, vor dem 4. Durchgang. Auf Asphalt ist das Team im Gesamtklassement am Ende tatsächlich am schnellsten. Wenn nicht der Simulator gewesen wäre... So kommt es zu einem Showdown zwischen Bob Marley und der Asten Lawine. Beide bringen noch einmal tolle Zeiten herunter. Doch für wen hat es gereicht? Noch sickert nichts durch.

Inzwischen hat sich die Jury, bestehend aus Bobbahn-Geschäftsführerin Petra Sapp, WP-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener, Stellv. Torsten Berninghaus, Ex-Bobpilot René Spies, Bürgermeister Werner Eickler und Schauspieler Martin Semmelrogge, der von der Elsper Naturbühne, wo er einen Bösewicht mimt, nach Winterberg gekommen ist, beraten. Sie entscheidet, wer den Designpreis für den attraktivsten Bob bekommt.

Die Kriterien: Originalität und Styling. Nicht der nahezu perfekt gestylte Bob von Winterberg 1 gewinnt, sondern das Gefährt vom Team „Best car wash“ aus Hagen. Es überzeugt mit lustigen Extras. Auch die Truppe ist extrem gut aufgelegt. Glückwunsch!