Frauen schneller blau als Männer
22.06.2009 | 19:17 Uhr 2009-06-22T19:17:00+0200
Altkreis. Wusstet Ihr, dass 20 Prozent der Jugendlichen in Deutschland regelmäßig Alkohol trinkt? Dreiviertel von ihnen wöchentlich. Noch mehr Zahlen gefällig? Über 55 000 junge Männer sterben in Europa jährlich an den direkten Folgen von Alkohol.
Klar ist: Alkohol ist die Droge Nummer eins in Deutschland - eine erschreckende Tatsache.
Die Aktionswoche „Alkohol 2009 - Kenn dein Limit” hat in der vergangenen Woche versucht, über dieses Thema aufzuklären. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen waren hierbei die Träger der Aktion. Ziel war es, die Menschen für das Thema Alkohol zu sensibilisieren und das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Konsum zu schärfen. Menschen sollten sich ehrlich einschätzen. Lesungen in Schulen und Kliniken sowie andere Aufklärungsveranstaltungen werden im ganzen Land angeboten.
Ein Selbsttest auf der Internetseite www.aktionswoche-alkohol.de spielt auch eine wichtige Rolle. Hier soll ehrlich geantwortet werden. Trinkverhalten und Bezug zu Alkohol stehen im Mittelpunkt.
Im grünen Bereich?
Wenn 16 Fragen beantwortet sind, wird mit Hilfe von Alters- und Geschlechtsangabe in vier verschiedenen Gefahrensstufen eingestuft.
Wenn Ihr im grünen Bereich gelandet seid, könnt Ihr Euch bequem zurücklehnen. Orange heißt: Bitte etwas vorsichtiger im Umgang mit Alkohol. Ärztliche Hilfe ist unumgänglich, wenn Euer Testergebnis die Farbe Rot anzeigt. Mit Hilfe Eures persönlichen Ergebnis könnt Ihr spezielle Informationen finden.
Noch spannender ist allerdings der Wissenstest auf dieser Internetseite. Neu sollte Euch nicht sein, dass alle Organe durch Alkohol geschädigt werden können. Nicht nur die Leber! Schwieriger wird dann schon die Frage, ob Frauen schneller betrunken sind als die männlichen Promillefans. Na.... hättet Ihr es gewusst? Hier kommt die richtige Antwort: Frauen sind tatsächlich schneller betrunken, weil sie einen niedrigeren Flüssigkeitsanteil im Körper haben. Neugierig geworden? Dann testet es doch selbst einmal, wieviel Ihr über die Wirkung von Alkohol wisst.
Hört sich alles ganz gut an, doch was halten eigentlich die ganz normalen Bürger auf der Straße von der Aktion? Die Junge WP hat in der Briloner Innenstadt nachgefragt und festgestellt, dass die meisten Befragten eher kritisch sind. Michael Engemann (54) aus Brilon zum Beispiel: „Bedingt macht die Aktion Sinn. Wer für das Thema offen ist, bei dem kommt es an. Bei manchen Kreisen redet man aber vor die Wand.” Auch die 17-jährige Michelle Malenbach ist skeptisch: „Ich denke nicht, dass die Aktion was bringt, weil viele Leute einfach keine Perspektive haben.” Pia Zieren
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