Frau fährt mit gefälschtem Führerschein

Warstein..  Fahren ohne Fahrerlaubnis lautete die Anklage gegen eine 32-jährige Witwe aus Warstein. Doch so einfach stellte sich der Sachverhalt nicht heraus.

Die russische Staatsbürgerin wurde von der Polizei beim Führen eines Fahrzeuges angehalten, weil sie nicht angeschnallt gewesen war. Doch ihr rumänischer Führerschein, den sie den Beamten auf deren Anfrage vorzeigte, stellte sich als Fälschung heraus.

Beim Straßenverkehrsamt vorgezeigt

Dass die Fahrerlaubnis nicht echt gewesen sei, davon wusste die Angeklagte laut eigener Aussage nichts.

Sie habe die Fahrprüfung in Russland nicht bestanden und habe ihren Führerschein nach Anraten von einem Freund innerhalb von einem halben Monat in Rumänien gemacht.

Beim Straßenverkehrsamt, so erzählte sie, habe sie auf eigene Initiative das Dokument vorgezeigt und gefragt, ob dieser in Deutschland gültig sei. Seitdem sei sie in Deutschland Auto gefahren, stets in der Annahme, sie befände sich im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.

Ein dubioser Freund

Der Name des Freundes, der ihr zu dem Erwerb des rumänischen Ausweises riet, weckte besonders das Interesse der Richterin. Denn ein Mann mit eben diesem Namen sollte im darauffolgenden Verfahren vor dem Gericht erscheinen. Auch ihm wird das Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen. Auch er war im Besitz eines falschen rumänischen Führerscheins. Doch aufgrund der Krankmeldung des Mannes muss das Verfahren verlegt werden.

Da die Angeklagte nicht vorbestraft war und ihr nicht nachgewiesen werden konnte, dass sie wissentlich mit einer Fälschung unterwegs war, wurde das Verfahren gegen sie eingestellt.