Franz Schrewe ist neuer Vorsitzender des SoVD NRW

Der neue Landesvorstand des SoVD NRW mit dem Vorsitzenden Franz Schrewe (6.v.l.).
Der neue Landesvorstand des SoVD NRW mit dem Vorsitzenden Franz Schrewe (6.v.l.).
Foto: WP
Franz Schrewe ist zum neuen Landesvorsitzenden des SoVD NRW gewählt worden. Er will sich im Sozialverband vor allem für Barrierefreiheit und Inklusion einsetzen.

Brilon..  Zwischen der Stadt Brilon und dem Sozialverband Deutschland (SoVD) herrscht schon lange eine besondere Verbindung - vor allen durch das Erholungszentrum „Haus am Kurpark“. Nun ist das Band noch stärker geworden: Brilons Ehrenbürgermeister Franz Schrewe ist am Freitag zum neuen Vorsitzenden des SoVD Nordrhein-Westfalen gewählt worden.

Passenderweise fand die Landestagung des Verbandes - statt wie üblich in Düsseldorf - in der Briloner Schützenhalle statt. Für sein neues Amt erhielt Schrewe 100 Prozent der Stimmen - bei diesem Ergebnis ging dem Sozialdemokraten das Herz auf. Vor allem, weil die Aufgaben und Ziele des SoVD ihn schon lange begleiten. Als Mitglied im Stadtrat und in den 15 Jahren als Bürgermeister stand er oft in Kontakt mit dem Sozialverband.

„Der SoVD setzt sich für Menschen ein, die sich selbst nicht helfen können und jemanden brauchen, der sich für ihre Rechte interessiert - das hat für mich den Ausschlag gegeben, mich zu engagieren“, sagte Franz Schrewe gestern. Inklusion und Barrierefreiheit sind zwei Aspekte, denen er sich widmen will. Der zweite Grund für seinen Einsatz ist das „Haus am Kurpark“, das in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert: „Das ist ein ganz wichtiger Baustein für unsere Kurszene, unsere Kneippaufgabe in Brilon, aber auch für den Tourismus.“

Schrewes Einsatz für das SoVD-Haus lobte auch Bürgermeister Dr. Christof Bartsch in seiner Rede. „Er hat sich dafür stark gemacht, das Haus voranzubringen und im Rahmen der Regionale-Projekte miteinzubeziehen und mitzugestalten.“ Bartsch: „Hier herrscht seit Jahrzehnten ein gutes Miteinander.“

Und das wird wohl die nächsten vier Jahre mit Franz Schrewe an der Spitze des SoVD-Landesvorstandes so bleiben. Sein Ruhestand seit vergangenem Sommer ist nicht mit Langeweile zu verwechseln: „Die will ich auch gar nicht haben“, sagte der 65-Jährige mit einem Lachen.

Pflege und Prävention

Bei der mehrtägigen Tagung legt der SoVD seine Aufgaben für die nächsten Jahre fest. Themen wie das Personal in Krankenhäusern und die Rahmenbedingungen für Pflege wurden bei der Eröffnung gestern angesprochen. Die Staatssekretärin im NRW-Gesundheitsministerium, Martina Hoffmann-Badache, forderte in ihrer Rede, dass sich Pflegeangebote am Bedarf der Menschen orientieren sollen und nicht umgekehrt. Auch die Prävention im Gesundheitsbereich müsse gestärkt werden. In all diesen Fragen sei der SoVD „eine mahnende Stimme“. Der Präsident des SoVD, Adolf Bauer, kritisierte, dass sich Gesunde immer weniger mit den Kranken solidarisch zeigen und lieber in die Privatkasse wechseln. Er plädierte für eine Pflegebürgerversicherung.

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