Franz Schrewe Ehrenbürgermeister

Beim Neujahrsempfang überreichte Bürgermeister Dr. Bartsch seinem Vorgänger Franz Schrewe die Ehrenbürgermeisterwürde.
Beim Neujahrsempfang überreichte Bürgermeister Dr. Bartsch seinem Vorgänger Franz Schrewe die Ehrenbürgermeisterwürde.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Bürgermeister Dr. Christof Bartsch überreichte gestern Franz Schrewe die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürgermeister der Stadt Brilon.

Brilon..  Die zweite Stunde des Neujahrsempfangs war gestern Mittag bereits voll, da stand nicht der Gastgeber im Mittelpunkt, sondern sein Vorgänger: Bürgermeister Dr. Christof Bartsch überreichte Franz Schrewe die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürgermeister der Stadt Brilon. Schrewe habe in seinen 15 Amtsjahren „den Menschen durch seine offene Art signalisiert, dass er Interessen an ihnen und an ihren Lebenswirklichkeiten“ habe, und zwar ohne Unterschiede „nach Stand, Beruf, Herkunft oder Geldbeutel“ zu machen. Das haben ihm die Bürger mit der dreimaligen Direktwahl zurückgegeben. Sichtlich gerührt und überrascht nahm Schrewe die Auszeichnung entgegen.

Rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Politik und öffentlichem Leben waren zum ersten Neujahrsempfang von Dr. Bartsch gekommen, unter ihnen auch der ehemalige Präsident des Zentralverbandes des Dt. Handwerks, Otto Kentzler; er hat in Rösenbeck einen Zweitwohnsitz. Sie alle seien Repräsentanten einer Gesellschaft, die sich derzeit intensiv mit demografischen Veränderungen vor Ort und der Wertediskussion einer globalisierten Welt auseinandersetzen müsse, sagte Dr. Bartsch. Er selbst habe sich vorgenommen, jedes Jahr unter ein bestimmtes Schwerpunktthema zu stellen. 2015 ist dies ein Aspekt der Wirtschaftsförderung: Junge Menschen mit dem heimischen Handwerk, dem Handel und der Industrie vertraut zu machen, um ihnen Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten und somit berufliche Perspektiven zu bieten. Und - vice-versa - beizutragen, dass der Wirtschaft das benötigte Fachpersonal nicht ausgeht. Denn der Wirtschaftsstandort Brilon (2014: 15,2 Millionen Euro Gewerbesteuer) boomt, es sei notwendig, weitere Gewerbeflächen zu erschließen. Als Gruppe, deren ehrenamtliches Engagement traditionell bei den Empfängen gewürdigt wird, hatte Dr. Bartsch die Integrationspaten eingeladen. Rund 30 Frauen und Männer kümmern sich um die Flüchtlinge in Brilon. Es gelte, diesen oft traumatisierten Menschen für die Zeit, die sie in Brilon verbringen, Zuwendung und Hilfe zukommen zu lassen. Wobei sowohl Dr. Bartsch wie auch Kreisdirektor Dr. Drathen sagten, dass es Fälle gibt, in denen ein Aufenthalt nicht möglich und dann das Asylrecht umzusetzen sei.

Für den musikalische Rahmen sorgte die junge 20-köpfige Music Factory unter Leitung von Marie Becker (21) mit Pop-Songs.