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St. Franziskus-Hospital informiert über richtige Hygiene

Eröffnung der Wanderausstellung „Keine Keime“

Hygiene bedeutet, dass keine Keime vorhanden sind. Dieser Mythos hält sich hartnäckig, obwohl die Aussage so nicht stimmt. Keime sind etwas ganz Natürliches. Billionen Kleinstlebewesen besiedeln z.B. unsere Darmflora und helfen das Essen zu verdauen, Vitamine zu nutzen und Giftstoffe zu neutralisieren. Eine gute „Keimflora“ stärkt das Immunsystem und verhindert Krankheiten – Keime sind also nicht nur natürlich, sondern auch sehr wichtig für die Gesundheit des Menschen. Warum heißt die Hygiene-Ausstellung, die vom 20. Mai bis 5. Juni 2015 im Winterberger Krankenhaus zu sehen ist, dann ausgerechnet „Keine Keime“?

„Durch den unvorsichtigen Einsatz von Antibiotika z. B. in der Medizin und in der Massentierhaltung haben einige Keime eine Resistenz auf Antibiotika entwickelt. Über verschiedene Wege können diese multiresistenten Erreger schließlich auch zu uns gelangen“, erläutert Robert Löckertz, Hygienefachkraft am St. Franzskus-Hospital. Für gesunde Menschen sind sie nicht gefährlich, erst bei kranken Menschen können sie zu Problemen führen, da die Behandlung von Infektionen mit Antibiotika durch die Resistenz erschwert wird.

Hygiene im Kampf gegen multiresistente Erreger

„Damit sich solche Keime nicht ausbreiten, kann jeder etwas tun“, weiß Löckertz. „Hygienemaßnahmen sind die wichtigsten Mittel gegen die Ausbreitung von multiresistenten Erregern. Darauf wollen wir mit der Wanderausstellung „Keine Keime“ hinweisen.“ Ziel der landesweiten Hygiene-Initiative ist es, die Öffentlichkeit über die wichtigsten Fakten und Zusammenhänge beim Thema multiresistente Erreger aufzuklären und Hinweise zu geben, wie Krankenhauspatienten und -besucher selbst zur Prävention beitragen können. Unter anderem können die Besucher die richtige Händedesinfektion lernen und diese unter Schwarzlicht überprüfen. Die Ausstellung ist in der Zeit vom 20.5. bis 5.6.2015 im Foyer des St. Franziskus-Hospital aufgebaut. Am 27. Mai und 3. Juni steht Robert Löckertz in der Zeit von 15 bis 19 Uhr Rede und Antwort und gibt Patienten, Besuchern und allen Interessierten Tipps zur richtigen Händedesinfektion und zu Hygienemaßnahmen. Gern werden auch Fragen zur häuslichen Versorgung Angehöriger, mit einem multiresistenten Erreger, besprochen.

Zum Tag der offenen Tür, am Samstag dem 30. Mai 2015, gibt Herr Löckertz ebenfalls wertvolle Tipps an der Wanderausstellung.