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Musik

Folk-Pop-Beat mit Herz und Hand gemacht

26.10.2012 | 18:32 Uhr
Folk-Pop-Beat mit Herz und Hand gemacht
„Madison Violet“ beim Konzert im Bürgerzentrum Brilon.Foto: Thomas Winterberg

Brilon. Der Arbeitstag war lang. Zu Hause lockte am Donnerstag der Kamin. Die Begeisterung, schon wieder nach Feierabend zu einem Termin zu gehen, hielt sich in Grenzen. Aber: Konzertveranstalter Gisbert Kemmerling hatte schon vor Wochen versichert: „Das ist großes Kino, die Ladies musst Du hören!“

Zwei hübsche Damen aus Kanada und etwas Gitarrenmusik. Mit dieser Erwartung saß ich unter 200 Zuhörern im Bürgerzentrum Kolpinghaus. Zwei Stunden später hatte die Gruppe „Madison Violet“ viele, viele Fans mehr - darunter mich.

Endlich mal eine Musik, die ohne großen technischen Firlefanz auskommt. Handgemacht, ehrlich, mitreißend, eine wahre Streicheleinheit für stressgeplagte Ohren. Die beiden kanadischen Musikerinnen Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac greifen beherzt in ihr Arsenal aus akustischen Gitarren, Banjo, Mandoline oder Fiedel und singen dazu. Dabei heraus kommt gefälliger Harmoniegesang mit Gänsehauteffekt, der irgendwo zwischen Folk, Pop, Country und Singer-Songwriter angesiedelt ist. Ein bisschen wie die „Corrs“ aus Irland, aber noch viel lebendiger. Ein akustisch gezupfter Bass - gespielt vom einzigen Mann im Trio - gibt dem Ganzen den nötigen Drive und ab geht die Post.

Mal singt und klatscht das Publikum mit, mal hört es einfach den Geschichten zu: über das Leben im Hotel bei 200 Konzerten im Jahr, über Trennungen oder die Sehnsucht nach Geborgenheit. Selbst ein kurzer Texthänger - „sorry, aber Euer Wein ist zu gut“ - macht das Duo nur noch menschlicher und sympathischer. Mehrere Zugaben sind fällig - auch ganz unplugged ein Erlebnis. Was ist dagegen ein Abend am Kamin?

Thomas Winterberg



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