Fachkräfte von morgen fördern

Marsberg..  Wie sieht das Berufsbild des Hörgeräteakustikers aus? Welche Schritte muss ich gehen, um mich zum Erzieher/Erzieherin ausbilden zu lassen. Oder wäre eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann eher das Richtige? Antworten auf alle Fragen rund um Ausbildung oder Praktikum im Gesundheitssektor gab die erste Marsberger Ausbildungsmesse Gesundheit – Soziales - Erziehung am Mittwochvormittag in der Aula der Hauptschule Marsberg. Rund 340 Schüler der Klassen 8 und 9 der Marsberger Hauptschule und Realschule und der Jahrgangsstufe 10 des Carolus-Magnus Gymnasiums nutzten die Möglichkeit, sich ausführlichst an den Ständen zu informieren. Denn in den nächsten Monaten steht für sie die wichtige Frage an, wie sie sich ihren weiteren beruflichen Werdegang vorstellen.

Ideale Informationsplattform

„Marsberg ist ein bedeutender Gesundheitsstandort, deshalb ist es wichtig, dass die Schüler und Fachkräfte von morgen schon frühzeitig einen Überblick über alle Möglichkeiten in diesem Bereich vor Ort bekommen“, sieht Bürgermeister Klaus Hülsenbeck, die erste Ausbildungsmesse dieser Art als eine Informationsplattform zum Kennenlernen für Aussteller wie Schüler. Veranstalter ist Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung e. V. in Kooperation mit der Stadt Marsberg. Die Schirmherrschaft hat der Bürgermeister übernommen.

16 Aussteller, darunter das DRK-Seniorenzentrum „Haus am Bomberg“ der Rettungsdienst HSK, Hörsysteme Häusler, Pro Forma, Kindergärten, Berufskolleg Bergkloster Bestwig, oder die Pharmazeutisch-technische Lehranstalt des HSK und das Gesundheitsamt HSK.

Seine zukünftigen Fachkräfte bildet der Caritasverband Brilon mit den Caritaswerkstätten St. Martin gerne selber aus. Maria E. Dresemann und Mirna Hartman am Stand des Caritasverbandes, wünschten sich, wie sie gegenüber der WP sagen, „schon einen größeren Zulauf an Bewerbungskandidaten“. Mirna Hartman: „Viele haben anfänglich eine Hemmschwelle, unser Unternehmen überhaupt kennen zu lernen und sind dann später mit Begeisterung dabei.“ Die Caritas bietet Ausbildungsplätze zum Heilerziehungspfleger und Altenpfleger aber auch zum Industriekaufmann. Das LWL-Pflegezentrum Marsberg hat aktuell noch drei offene Ausbildungsplätze in der Altenpflege anzubieten. Ausbildungsbeginn wäre der 1. Oktober.

Schüler haben Vorstellungen

Von einem Mangel an Bewerbungen zur medizinischen Fachangestellten kann indes Dr. Peter Betzel am Stand der niedergelassenen Marsberg Haus- und Fachärzte nicht klagen. „Wir bekommen jedes Jahr viele qualifizierte Bewerbungen, nicht wenige haben Abitur“, so der allgemeine Chirurg.

Für Michael (14) ist das nichts. Er möchte in der IT-Branche arbeiten. Dario (16) weiß ganz klar: „Ich werde Kfz-Mechantroniker.“ Justin (15) möchte Fleischer werden und Tobias (15) Maler oder Autolackierer. Nadine (15): „Ich mache demnächst ein Praktikum in einem Altenheim“.