Fachausschuss gibt für Umgestaltung grünes Licht
14.05.2010 | 17:45 Uhr 2010-05-14T17:45:00+0200
Marsberg. Die Schullandschaft in Marsberg wird sich verändern. Der Fachausschuss hat für die Übernahme der Kosten grünes Licht gegeben.
Den Kosten für die Neugestaltung der Schullandschaft in der Stadt Marsberg segnete der Ausschuss für Schule, Kultur, Jugend, Familie und Soziales in seiner Sitzung mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen seitens der CDU ab.
Insgesamt rechnet die Stadtverwaltung mit investiven Kosten von 60 000 Euro. 47 000 Euro müssen davon zusätzlich als Aufwand im Ergebnisplan des Haushaltes 2010 veranschlagt werden.
Gegen Schließung
Der Umzug der Grundschule „Diemeltal" in das Gebäude der Kath. Grundschule Marsberg verursacht Kosten in Höhe von 20 000 Euro; der Umzug der Förderschule in die ehemalige Diemeltal-Grundschule 33 000 Euro und der Umzug der Teilstandorte Essentho und Westheim sowie der Stammschule Meerhof in das Gebäude der jetzigen Franziskus-Hauptschule in Westheim 27 000 Euro.
Sie hätte ja ihren Augen nicht recht getraut, als sie die Verwaltungsvorlage mit der Kostenaufstellung gesehen hätte, ließ Ursula Weishaupt (CDU und ehemalige Leiterin der Diemeltal-GGS) keinen Zweifel daran, dass sie gegen die Schließung der Diemeltal-GGS ist und demzufolge auch nicht den Kosten zustimmt, die die Umsetzung des Ratsbeschlusses zur Gestaltung der Schullandschaft in Marsberg verursachen. Da werde die Grundsteuer erhöht, schimpfte sie, der geplante Umbau des Heimatmuseums in die Schule nach Obermarsberg bleibe auf der Strecke „und dann werden Kosten veranschlagt, die eigentlich nicht nötig sind."
Man habe überlegt, so Jan Stoop (SPD und Mitglied der Schulleitung der Hauptschule Marsberg, die Schüler der Kerschensteiner Schule (Förderschule) mit in das Hauptschulgebäude zu integrieren. Aber da ja jetzt die Hauptschüler aus Westheim hinzukämen, sei dies aus Platzgründen nicht möglich.
Die Entscheidung des Stadtrates zur Gestaltung der Schullandschaft würden manche positiv, manche negativ sehen, sagte Frank-Peter Folcz (CDU). Auch er würde es negativ sehen. Aber irgendwann müsse auch ein Schlussstrich gezogen werden. Folcz: „Unsere Aufgabe ist es, dem Ratsbeschluss Folge zu leisten. Wir sollten es so machen, wie es vorgeschlagen wurde."
Die Verwaltung stehe in der Pflicht, so der Leiter des städtischen Schulamtes, Hubert Aßhauer, den Ratsbeschluss so zügig wie möglich umzusetzen, damit zu Beginn des neuen Schuljahres die Umbaumaßnahmen abgeschlossen und die Umzüge umgesetzt werden könnten. Die Anmeldung der Grundschüler hätte eigentlich bis zum 30. April abgeschlossen sein müssen. Bisher seien erst 47 Kinder der Diemeltal-GGS umgemeldet worden, davon 42 an der kath. Grundschule. 50 Kinder stünden noch in der Luft. Bis zum 21. Mai müssten die Kinder umgemeldet sein, da die Stadt dem Kreis die Schülerzahlen melden müsste. Sonst gingen Lehrerplanstellen verloren.
Unterschriften sammeln
Michaela Deckenhoff von der Bürgerinitiative „Rettet die Diemeltal-Gemeinschaftsgrundschule" wurde Redeerlaubnis erteilt. Sie sagte, die Bürgerinitiative hätte noch die Kosten, die durch die Schließung der Schule entstehen würden, abwarten wollten. Ab Montag sollen Unterschriften gesammelt werden und damit der Bürgerentscheid beantragt werden. 1830 Unterschriften von wahlberechtigten Marsberger Bürgern müssen dem Stadtrat vorgelegt werden. Wenn es dann zum Bürgerentscheid kommen sollte, müssen wiederum 20 Prozent der Marsberger Bürger zur Wahlurne gehen und für den Erhalt der Diemeltal-Gemeinschaftsgrundschule stimmen, das sind etwa 3500 Stimmen.
Falls der Rat die Zulässigkeit feststellen würde und das Bürgerbegehren durch Bürgerentscheid Erfolg hätte, müssten die Umbaumaßnahmen wieder rückgängig gemacht werden, so Aßhauer weiter. Das würde etwa die gleichen Kosten in Höhe von 53 000 Euro ausmachen. Der Rat entscheidet am Montag über die Kosten der Umgestaltung der Schullandschaft.
20:22
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14:49
Ebenfalls falsch sind die benötigten Stimmen für das Bürgerbegehren, es sind 1360 Unterschriften die benötigt werden.Auch wurde nicht berichtet das von meiner Seite darauf hingewiesen wurde das Bürgerbegehren jetzt nach Offenlegung der Zahlen so zügig durchzuführen das die Rückbaukosten erst garnicht entstehen.
Auch wurde weggelassen das die Eltern die umgemeldet haben dies unter Vorbehalt taten.
Sollte die Diemeltal-Gemeinschaftsgrundschule bestehen bleiben sind diese Ummeldungen hinfällig.
Die 50 Kinder die in der Luft hängen ,auch um uns den Rücken zu stärken,sind von uns angehalten auch unter diesem Vorbehalt umzumelden.
Bei allen was wir tun haben wir das Wohl unserer Kinder und das Wohl des Lehrerkollegiums im Auge.
Niemand möchte das die Kinder Ihren Lehrer verlieren und nur aus diesem Grund wird unter Vorbehalt umgemeldet.
Der Petitionausschuss segnet dieses Vorgehen ebenfalls ab und ist bemüht unsere Petition so schnell wie möglich zu behandeln.
Bei allen Beiträgen vermissen wir das von den Einspruch gegen den Ratsbeschluss (von 74 Eltern) nie geredet wird,bin gespannt wann dies den Fraktionen mitgeteilt wird.
Michaela Deckenhoff
08:52
In dem Bericht werde ich zitiert, man habe überlegt, die Schüler der Förderschule mit in das Gebäude der Hauptschule zu integrieren. Richtig ist, dass die Stadtverwaltung überlegt hat, dass Schüler der Förderschule den Technikraum der Hauptschule nutzen könnten. Das heißt: Umzug in das Gebäude der Diemeltalgrundschule und Nutzung von Fachräumen der Hauptschule. Augrund der Auflösung der Franziskusschule Westheim hat die Hauptschule Marsberg allerdings in den kommenden Jahren keine Räume zur Verfügung.
Jan Stoop, Konrektor