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Experten für den richtigen Umgang mit Kräutern

07.10.2012 | 17:22 Uhr
Experten für den richtigen Umgang mit Kräutern
Die neuen Kräuterpädagogen erhileten im "Sauerländer Hof" in Hallenberg ihre Zertifikate.Foto: Joachim Aue

Hallenberg. Marmelade, Seife, Farbe und vor allem Heilmittel. Und das alles aus Kräutern aus Gottes freier Natur. Darüber sind jetzt rund 20 „frische“ Kräuterpädagogen aus der hiesigen Region bestens informiert.

Aber bis sich die insgesamt 20 Damen und ein Herr Kräuterpädagogen nennen und jetzt im „Sauerländer Hof“ in Hallenberg ihr Zertifikat entgegennehmen durften, war es doch ein langer Weg. Rund eineinhalb Jahre dauerte die kräuterpädagogische Schulung, die vom Verein für Kräuterpädagogik mit Sitz in Hallenberg durchgeführt und von der Volkshochschule unterstützt wurde. An über 20 Kurstagen wurde den Teilnehmern biologische, pharmazeutische und phytotherapeutische Kenntnisse vermittelt. Bei Exkursionen zur Pflanzenbestimmung in Wald und Flur wurde besonderen Wert auf den Umgang mit der Natur gelegt, so die Schulungsleiterin Dr. Katharina Vogelsang eine Apothekerin aus Gießen.

Anleitung zum richtigen Umgang

Dr. Vogelsang: „Die Teilnehmer erhalten dabei eine Anleitung zum behutsamen Sammeln, Verarbeiten und Aufbewahren von Heilpflanzen. Und sie erlernen Zubereitungsformen nach den Regeln der Apothekerkunst.

Außerdem wurden die Teilnehmer durch eine Rezeptauswahl zur Herstellung von „Wildkräuterdelikatessen“ ermuntert. Zudem wurden pädagogische Grundlagen theoretisch und in praktischen Übungen näher gebracht sowie Konzepte und Problemlösungen für ein erfolgreiches Marketing erarbeitet.

Die in den Lehrgängen zertifizierten Wildkräuter- und Heilpflanzenpädagogen bereichern mit ihren Angeboten im ländlichen und urbanen Raum das Bildungsangebot, erläuterte Barbara Lütteken aus Siedlinghausen, die für den Marketingbereich des Vereins zuständig ist, nicht ohne Stolz.

Für Familien, Vereine, Kindergärten und Schulen seien sie Ansprechpartner, förderten den naturfreundlichen Tourismus und leisteten so einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für Umwelt- und Naturschutz.

Zum Abschluss stand dann vor einigen Tagen die Prüfung auf dem Programm. Nach dem schriftlichen Teil mussten in einer Kreativarbeit die Damen und der Herr einen praktischen Beweis erbringen. Unter anderem wurden Entspannungssäckchen gebastelt, Seife erstellt und Liköre angesetzt.

Eine angehende Kräuterpädagogin trug ein Gedicht vor, es wurde (Kräuter-)Quartett gespielt und auch gemalt, ein herrliches Bild mit selbst gemachter Pflanzenfarbe.

Alle haben bestanden und dürfen sich jetzt Kräuterpädagogen nennen, so die Vorsitzende des Vereins, Frau Dr. Sigrun Machemer-Röhnisch und fügt hinzu: „Es wäre schön, wenn sich auch für den nächsten Kurs in 2013/2014 reichlich Teilnehmer melden würden.

Von Joachim Aue



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