„Es war ein ziemlich enger Kampf“

Warum ist Danny Williams nicht gekommen ?

Andreas Sidon: Williams hat sich Anfang letzter Woche am Knie verletzt und konnte so unmöglich gegen mich antreten, was ihm auch vom Arzt bestätigt wurde.

Wie konnten Sie sich so schnell auf den Bosnier Dragan Janjanin einstellen?

Das ist mir sehr schwer gefallen. Er war ein sehr unbequemer Gegner.

Warum?

Weil er fast 20 cm kleiner als ich ist und aufgrund seiner nur 97 Kilogramm recht quirlig und schwer zu stellen war.

Sie waren bei der Urteilsverkündung ein wenig überrascht.

Man weiß letztendlich nie genau, wie die Punktrichter entscheiden. Es war ein ziemlich enger Kampf.

Waren Sie überrascht, dass Sie in der alten Heimat so gut aufgenommen wurden?

Nein, überhaupt nicht, schließlich bin ich immer ein wenig Olsberger geblieben. Und ich habe hier immer noch viele gute alte Bekannte. Mit einem, Karl Kropff, habe ich gestern noch eine Runde durch Olsberg gedreht.

War das jetzt Ihr letzter Kampf. Oder hängen Sie noch ein, zwei Jahre dran?

Schließlich habe ich gewonnen und hätte nur bei einer Niederlage aufgehört.

Was gibt’s jetzt? Ihre Boxschule in Gießen?

Die baue ich gerade auf und mein Sohn hilft mir dabei.

Ihr Sohn Albano hat in Olsberg sein Debüt im Ring gegeben. Waren Sie mit seiner Leistung zufrieden?

Mehr als das. Wenn Albano konsequent an sich weiter arbeitet, kann was aus ihm werden.