Erstmal Probleme lösen

„SPD wird die Große Koalition aufkündigen“..  Ich hatte unseren heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten aus dem Hochsauerlandkreis, Prof. Dr. Patrick Sensburg (43) aus Brilon, eigentlich für einen vernünftigen Menschen gehalten, als er sich für die Bürgerredaktion.de interessierte und ich am 11. April 2013 in einem Bürgergespräch 90 Minuten mit ihm über Gott und die Welt diskutieren durfte.


Doch jetzt verstehe ich den Vorsitzenden des NSA-Untersuchungsausschusses und den Oberstleutnant der Reserve nicht mehr. Warum? Herr Sensburg war gegen eine Befragung von Edward Snowden vor dem NSA-Untersuchungsausschuss in Berlin und wollte bereits im August 2014 unsere Bundeswehr zu einem Kampfeinsatz gegen die ISIS in den Irak schicken. Und jetzt beschwört Dr. Sensburg in einem Interview mit der Westfalenpost sogar das vorzeitige Ende der GroKo-Bundesregierung noch vor Ende der Legislaturperiode im Jahr 2017, obwohl CDU/CSU und die SPD in völliger Harmonie und Eintracht Deutschland regieren. Grund: Die erste rot-rot-grüne Landesregierung in Thüringen unter Führung von Bodo Ramelow (Die Linke).


Sensburg glaubt, Gabriel & Co. wollen sich mit einem Bruch der GroKo für ein rot-rot-grünes Bündnis bei der nächsten Bundestagswahl positionieren.

Lieber Patrick Sensburg, das kann sich die SPD gar nicht leisten, weil sie damit beim Wähler endgültig an Glaubwürdigkeit verlieren würde und ein Untergang wie bei der FDP vorprogrammiert wäre. Und außerdem ist dies nicht die Zeit für Wahlkämpfe und politische Hetze.


Es gibt genug Probleme, welche die GroKo anpacken und lösen muss. Darauf sollte sich die GroKo letztendlich beschränken und konzentrieren.


Roland Klose,
Bad Fredeburg